Making of 1035

Making of 1035
Titelbild: Yuval Noah Harari, photographiert von Antonio Olmos.

Intellektueller Popstar

Unsere Autorin Sarah Pines hat ein seltenes Talent: sie spürt die spannendsten Menschen dieses Planeten auf – und besucht sie dann persönlich. Einer von ihnen ist sicher Yuval Noah Harari, in seiner Heimat Israel eine Art intellektueller Popstar. Harari nutzt YouTube und Internet, um hunderttausenden jungen Menschen weltweit Geschichte näherzubringen. Pines sprach mit ihm über sein Spezialgebiet Terrorismus – und wir präsentieren Ihnen seine Einsichten hier als schlichtes Theaterstück.


 

Europa, heute

Die Geschichte von Artur Beifuss und seinem Buch ist eine wunderbar typische für das heutige Europa. In der Ukraine und Deutschland aufgewachsen, zieht der junge Beifuss für seinen Master in Internationalen Beziehungen nach Amsterdam. Dort trifft er auf einen Graphiker aus Italien. Die beiden schreiben in Knochenarbeit ein Buch, das ihre Spezialgebiete vereinigt: ein Kompendium über Markenlogos von Terrororganisationen. Zu Beginn unseres Interviews ab S. 16 ist Beifuss zurückhaltend, taut dann aber auf. Jetzt sind unsere Redaktorin Kühni und er zu weiteren Gesprächen verabredet – in Bern, wenn beide dort vorbeikommen.


  

Verschiebung auf dem Ozean

Als wir vor sechs Jahren Patri Friedman trafen, hatte sich dieser zum Ziel gesetzt, im Jahr 2015 die ersten Modellstädte auf dem Ozean schwimmen zu lassen. In der Zwischenzeit hat sich herausgestellt, dass es ein bisschen länger dauern könnte. Der heutige Leiter des Seasteading Institutes erklärt ab S. 56, warum er trotz Verzögerungen langfristig optimistisch bleibt.


 

AUS-STER-BEN

Egal, ob wir nun Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Französisch, Englisch oder Mandarin sprechen: unsere althergebrachten Sprachen sind nicht nur kompliziert und unpräzise, sie fragmentieren unsere Welt auch unnötig. Gut, wenn ein paar von ihnen also in den nächsten 100 Jahren aussterben – und durch bessere und einfachere ersetzt werden, findet der Linguist John McWhorter (S. 34). Sein Laienkollege John Quijada sah das ähnlich und erfand kurzerhand die wahrscheinlich präziseste Sprache aller Zeiten – erlitt damit allerdings eine dramatische Bruchlandung. Journalist Joshua Foer war dabei (S. 41). Ach ja: mit beiden kommunizierten wir auf Englisch. Und würden das wohl auch 2116 noch guten Gewissens tun können.


 

Was würde Adam tun?

Wie würde Adam Smith die heutige Welt beschreiben? Wir haben den Ökonomen Guy Kirsch gebeten, Smiths zwei grosse Werke («Wealth of Nations» und «Theory of Moral Sentiments») neu zu lesen. Herausgekommen ist ein exzellenter Essay über die Bedeutung der Mitmenschlichkeit im Jahr 2016. (ab S. 28)

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