Making of 1033

Making of 1033
Lino Guzzella, photographiert von Suzanne Schwiertz.

Mehr Elite!

Dass man sich im Leben gerne mehrmals begegnet, gilt in der kleinen Schweiz ganz besonders. Unsere neue Mitarbeiterin Olivia Kühni hatte ETH-Präsident Lino Guzzella erst im Herbst zu einem öffentlichen Gespräch zum Thema «Mehr Elite?» geladen – jetzt war sein Plädoyer für einen weniger verschämten Umgang mit dem Begriff der erste Text, ab S. 30, den sie für uns bis zur Publikation begleitete. Bei beiden Gelegenheiten hat sie den langjährigen Wissenschafter als ebenso ernsthaften wie höflichen Menschen kennengelernt: Guzzella beschäftigt aufrichtig, wenn der Wunsch, zu den Besten zu gehören, als unschweizerisch bezeichnet wird.


 

Guter Deal mit Malcolm

Der «Monat» hat auch eine unternehmerische Leserschaft. So liegt es nahe, dass wir uns immer wieder damit beschäftigen, was Unternehmer eigentlich antreibt. Das wollten wir auch von René Scheu und Jobst Wagner wissen. Sie schrieben einen Text, in dem sie Unternehmer (positiv) als halbverrückte Risikoträger abbilden. Beim Lesen desselben erinnerte sich Florian Rittmeyer an einen Essay des «New Yorker»-Autors Malcolm Gladwell, der das etwas anders sah – und bat letzteren um die deutschen Übersetzungsrechte. Als Honorar vereinbarten die beiden eine Flasche exzellenten Rotwein. Gladwell dazu? «Sounds like fun!» Urteilen Sie selbst – ab S. 18.


 

Nicht so märchenhaft

Unsere «Nacht des Monats», multimedial und im Medium des Jahrtausends: Über Skype lässt der freiwillige Helfer Joel Sames unseren Volontär in das Flüchtlingslager Grande-Synthe bei Dünkirchen blicken. Bald stockte nicht mehrnur die Verbindung, sondern auch der Atem. Mehr auf S. 78.


 

«/»-Künstler

Immer öfter sind prominente zeitgenössische Kunstschaffende sogenannte Hybridkünstler, auch Slash-(«/»)-Künstler genannt: Sie begnügen sich nicht damit, ausschliesslich zu malen, zu filmen, zu performen oder zu kuratieren – sie machen vieles auch, und zwar parallel. So wie Miranda July. Johannes M. Hedinger hat die derzeit prominenteste Slash-Künstlerin in Zürich getroffen und ein 30-Fragen-30-Antworten-Spiel zu den Themen Arbeit, Alltag, Sex, Drogen und Vorsätze mit ihr gespielt. Mehr von Miranda July und anderen kreativen Multitalenten lesen Sie im Schwerpunkt ab S. 42.


 

Villigers Balanceakt

Der ehemalige Bundesrat und UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger kennt den Graben zwischen politischen Wünschen und ökonomischen Realitäten wie kaum ein anderer. Als wir uns mit dem Dossier für diese Ausgabe zu beschäftigen begannen, war deshalb klar, wen wir als erstes anfragten. Wir baten Villiger um eine kleine Reflexion – und erhielten einen fulminanten Essay über die schleichend  verlorengehende Balance in der Schweiz. Ab S. 64.

«Jeden Monat frische Denküberraschungen! Eine gehaltvolle und elegant gestaltete Zeitschrift.»
Francis Cheneval, Professor für politische Philosophie,
über den «Schweizer Monat»