Making of 1032

Making of 1032
Sarah Pines, photographiert von Philipp Baer.

Trink dich Besser!

Nasenbluten: Sarah Pines muss unseren Termin kurzfristig absagen – «Nachwirkungen des Flugs, vielleicht Stress?», mutmasst sie, hörbar mitgenommen, am Handy. Erst vor wenigen Stunden ist sie aus San Francisco gelandet. Geklappt hat es dann doch mit Kaffee und Photoshoot. Die Autorin mit deutschen Wurzeln lebt nun schon lange in den USA, für die Titelgeschichte dieser Ausgabe hat sie sich auf die Suche nach Nahrungsrevoluzzern im Silicon Valley gemacht. Und glaubt:  «Das Silicon Valley versprach schon häufig, die Welt zu retten. Diesmal könnte es tatsächlich so weit sein.» Mehr ab S. 56.

 

Kompliziert

 Viele Berge, grosse Nachbarn, weder Meeranstoss noch nennenswert exportfähige Ressourcen – nein, die Rede ist für einmal nicht von der Schweiz, sondern von Armenien. Geopolitisch liegt das kleine Land zwischen Asien und Europa im Gebiet sich übers Kreuz bekämpfender Interessen, pflegt jedoch beste Beziehungen in alle Welt – die Diaspora zählt gut doppelt so viele Menschen wie das Land Einwohner. Mit unserem Dossier wollen wir, zusammen mit der Gebert Rüf Stiftung, die Distanz zwischen den beiden Binnenländern etwas verringern und laden Sie ab S. 61 zu unserer zweiten Reise in den Südkaukasus ein.

 

Die Ordnung des Gebens

Martin Rhonheimer sieht nicht nur wie ein Priester aus, sondern ist auch einer. Seine Sprache ist indes radikal weltlich und direkt. Den Kapitalismus hält der Ethikprofessor für die ethischste Wirtschaftsform überhaupt, das unternehmerische Handeln für die Fortsetzung der Gebenskultur mit mehr Mitteln. Das glauben Sie nicht? Lesen Sie seinen grossen Essay ab S. 41.

 

Recht und Ordnung

Die liberale Demokratie ist unhintergehbar. So zumindest klingt es auch unter den hartgesottensten Staatskritikern, wenn sie sich vom Gedankenexperiment entfernen und nach real existierenden Alternativen gefragt werden. Sind sie aber wirklich unvereinbar, Praxis und Theorie? Der eingefleischte Anarchist David Dürr und die Politologin Dagmar Schulze Heuling gehen in unserer Debatte ab S. 30 den Fragen nach Minimalstaat, Rechtsfreiheit und Rundumprivatisierung nach.

 

Bar aller Vernunft

Anonymität macht verdächtig. Wir haben Gerhard Pfister gebeten, den bundesrätlichen Vorstoss für ein Bargeldverbot genauer zu betrachten. Seine Einschätzung lesen Sie ab S. 28.

«Ein Sprudelbad fürs Hirn!»
Monique Bär, Philanthropin und Gründerin der Arcas Foundation,
 über den «Schweizer Monat»