Making of 1017

König Fussball regiert auch uns

In diesem Monat ändern sich unsere Geschäftszeiten: Vom 12. Juni bis zum 13. Juli erreichen Sie uns Montag bis Freitag frühestens ab 12:00 Uhr mittags. König Fussball regiert auch uns, sogar von Brasilien aus – und trotz verbriefter Obrigkeitsskepsis. Im Ernst: damit Sie, liebe Leser, wie andere Fussballexperten auch auf Ihre Kosten kommen, haben wir einen kleinen Schwerpunkt zum Rasenschach vorbereitet. Mit von der Partie: Urs Siegenthaler aus Basel, seines Zeichens Chefscout der deutschen Nationalmannschaft, und Bruno Affentranger, Journalist und Fifa-Chronist aus Luzern. Während ersterer uns Einblick in die Strategieabteilung von Joachim Löw gewährt, dringt letzterer gar in die buchstäblich heiligen Hallen des Weltfussballverbandes vor. Aus der Tiefe des Raums kommt derweil Herausgeber und Chefredaktor René Scheu mit ein paar persönlichen fussballphilosophischen Betrachtungen. Wir lernen: die rundeste Nebensache der Welt ist viel mehr als nur ein Spiel!

 


Putins Phantasmen

 

Erst die Krim, nun die Ostukraine – Russland zeigt sich offensiv, der Westen planlos. Damit die Sicht im dunstigen Territorialgeschacher wieder klarer wird, haben wir Schriftsteller und Slawist Felix Philipp Ingold um eine kulturhistorische Bestandsaufnahme zum Verhältnis Ukraine–Russland gebeten. Überraschende Einsichten finden Sie in seinem Essay.


Opis an die Macht?

Sie wollen Ruhe, Ordnung, Sicherheit. Ihr Bewahrungsdenken wird von Politikern aller Couleur als Wählerpotential geortet – und also kultiviert: Die demographische Entwicklung, namentlich eine rasant wachsende Zahl von Rentnern, dürfte dafür sorgen, dass gesellschaftliche Freiheiten dahinschmelzen. Was sagen die Jungen dazu? Vorschau auf die Debatte im kommenden «Monat» in der «Nacht des Monats.».


Nirvana

Vor einem Jahr las Michael Wiederstein den Roman «Das geraubte Leben des Waisen Jun Do» des Pulitzer-Preisträgers Adam Johnson. Der Nordkorea-Wälzer begeisterte ihn so sehr, dass er mit dem amerikanischen Autor in Kontakt trat. Johnson bot ihm seine neuste Kurzgeschichte «Nirvana» zur Publikation an: Markige Prosa über die nahe Zukunft, in der die Menschheit trotz rasantem technischem Fortschritt ihrer Ohnmacht stets gewahr bleibt. Anke Caroline Burger, Johnsons Übersetzerin, übertrug den Text ins Deutsche, Christina Baeriswyl steuerte die Illustrationen bei. Und: keine(n) von uns wundert es, dass «Nirvana» soeben den renommierten «Sunday Times Short Story Prize» gewann.


Politik und Poesie

Cora Stephan, deutsche Sachbuch- und Krimiautorin, hat sich exklusiv für uns Gedanken zum Verhältnis von Politik und Poesie gemacht. Der Befund: Politiker sind Märchenonkel. Haben Sie eh immer geahnt? Schön. Aber nach der Lektüre dieses Essays wissen Sie, warum man Politik und Poesie strikt voneinander trennen sollte.


Energischer Amerikaner

Als wache Zeitgenossen interessiert uns die Energiewendedebatte ganz selbstverständlich. Als Team von Geisteswissenschaftern sind wir aber technologische Laien – und damit auf verständliche Expertisen kluger Menschen angewiesen. Einen solchen trafen Florian Rittmeyer und Claudia Mäder vergangenen Sommer in Lindau, wo ihnen der amerikanische Nobelpreisträger und frühere Energieminister Steven Chu den American Way der Wende erläuterte. Wie sich dieser vom europäischen Subventionsregime unterscheidet und was herauskommt, wenn zwei Historiker auf einen Physiker treffen, lesen Sie in unserem Energiedossier.

«Der beste Journalismus ist der,
den man liest, obwohl einen das Thema bis dahin gar nicht interessiert hat.
Beim MONAT passiert mir das ständig.»
Niko Stoifberg, Schriftsteller und Redaktor bei «getAbstract», über den «Schweizer Monat»