Making of 1016

Sloterdijk & Schirrmacher

Da hilft die beste Flasche Wein nichts: Mit Peter Sloterdijk einen Abend zu verbringen, ist ein Denkmarathon – wenn auch ein vergnüglicher. Der Mann sprudelt nur so vor Ideen. Während eines Abendessens in Zürich begann er von einem neuen Projekt zu sprechen – einer Gesprächsreihe zur Zukunft der Ökonomie. René Scheu hakte sogleich ein: ob schon ein publizistischer Partner dafür Spalier stehe? «Nun wohl schon», antwortete Sloterdijk. – Einer seiner ersten Gäste war Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ und Autor von «Ego: Das Spiel des Lebens». Die beiden Denker sprachen über digitale Doppelgänger und eine neue Informationsökonomie. Wir dokumentieren die Diskussion exklusiv. Und versprechen: weitere werden folgen.

 


Im Schloss des Fürsten

 

Wir haben uns als Republikaner lange gefragt, wie wir einem Fürsten gegenübertreten sollen. Wie sich zeigte: unnötige Müh! Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein empfing uns auf seinem Schloss in Vaduz sehr entspannt, wir unterhielten uns auf Augenhöhe. Dennoch – der «Staat als Dienstleistungsunternehmen», und dies aus dem Munde eines Fürsten, passt das wirklich zusammen?

 


UNBOSS

 

Vor einem Jahr traf René Scheu den Unternehmer Lars Kolind in den Schweizer Bergen. Er berichtete von seinem Prinzip «Unboss»: Unternehmenshierarchien sind von gestern, heute ist Kooperation im Sinne einer «Unlimited Society» angesagt. Kürzlich hat er die dänische Zeitung «Kristeligt Dagblad» entbosst. Sein Medienmanifest zeigt wie.

 


Ein Zürcher bombardiert Basel

 

Im Dezember 2013 besuchte Michael Wiederstein den Verleger Ricco Bilger in seiner Buchhandlung sec52. Er suchte Weihnachtsgeschenke, Bilger aber drückte ihm ein Romanmanuskript in die Hand, das im Frühjahr bei ihm erscheinen sollte. 700 Seiten aus der Feder eines Nonames – aber die hatten es in sich, stürzen sie doch die Schweiz in einen (fiktiv-heissen) Kalten Krieg.
Beim Interview mit Autor und Nun-nicht-mehr-Noname Urs Zürcher wird klar, dass dieser Historiker mit der Geschichte der Schweiz ebenso gern und offensiv spielt wie mit der Werkstattkettensäge des Jugendzentrums «Dynamo».

 


Nomonwas?

 

Vor wenigen Wochen erreichte uns Post aus China: Autor Matthias Messmer wandte sich auf Geheiss von Felix Philipp Ingold
mit einer buchstäblich «etwas abseitigen» Reportage aus der Mandschurei an uns. Wir drucken das schöne Stück. Und bedanken uns recht herzlich bei unseren beiden Premiumfedern für die gute Zusammenarbeit.

 


Witz und Wein gibt Wut

 

Als wir uns nach der Lektüre von René Schweizers Juxbriefen an helvetische Behörden die Lachtränen aus den Augen gewischt hatten, sandten wir dem Humoristen eine eigene Anfrage und baten ihn, eine «Nacht des Monats» mit uns zu verbringen. Er willigte ein, uns am 1. April zu einer langsamen Spazierfahrt am Rhein zu treffen, und wir erlebten alles andere als einen Scherz. Den auf Papier gebannten Parcours durch ein ausschweifendes Leben voller Witz und Trunk fand Schweizer zuletzt so fürchterlich wie den als Präsent mitgebrachten Wein; bei Lektüre der «Nacht des Monats» können Sie sich zumindest zum Text eine eigene Meinung bilden.

«Die Zeitschrift für unabhängige
und selbstverantwortliche Individuen!»
Werner Kieser, Unternehmer,
über den «Schweizer Monat»