In dieser Ausgabe

Wider die Gleichgültigkeit!
Wider die Gleichgültigkeit!

In einer offenen Gesellschaft zu leben, ist schön. Und oft anstrengend. Karl Popper hat sein Plädoyer für die offene Gesellschaft verfasst, als in Europa der Zweite Weltkrieg tobte. Seither herrscht Frieden. Und immer mehr Gleichgültigkeit. Grundsätzliche Gedanken zu unserer freien Ordnung, die mehr Engagement verdient.

Keynesianer lieben Inflation
Keynesianer lieben Inflation

Der Mathematiker und Nobelpreisträger John Forbes Nash misstraut dem Geld, das aus dem Nichts geschaffen wird. Zugleich sieht er dessen Potential: mit solchem Geld lässt sich spielen. Je höher die Inflation ist, desto besser fährt der Schuldner. Das wissen die Privaten. Und die Politiker. Bleibt die Frage: wer gewinnt am Ende?

Dossier

Heile unternehmerische Welt

Es war einmal eine heile Welt. Sie war bevölkert von Gewerbetreibenden, selbständig Erwerbenden, kleinen und mittleren Unternehmen. Sie wussten, was es bedeutet zu wirtschaften. Es war die Zeit der einfachen Ökonomie: verdienen, sparen, reinvestieren. Dann aber übernahmen grosse multinationale Unternehmungen, zumeist Aktiengesellschaften, das Zepter und liessen die Gewinne der KMU niedlich erscheinen. Nun herrschte die […]

Die Zeit der Parteien ist vorbei

Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» veröffentlichte eine «Grabrede auf den Liberalismus». Die (Un-)Popularitätswerte der deutschen FDP, seit 2009 als kläglicher Bündnispartner der bürgerlichen Koalition fungierend, lassen in der Tat mutmassen, dass man schon einmal den Pfarrer rufen sollte. Aber auch die Sozialdemokratie ist in der Krise, wenn man dem Wochenblatt «Die Zeit» Glauben schenken will. Und […]

Gefühlshandel

Mit verhaltener Sorge beobachten die Händler den Verlauf der Ereignisse. Sie erkennen das Schicksal an den Zeichen über ihren Köpfen, an den Zahlen auf dem Laufband, der Kurve auf der Anzeigetafel, den farbigen Pfeilen und Säulen auf den Bildschirmen – im Sekundentakt. Die Wohlfahrt der Nationen entscheidet sich in höheren Sphären. So wachsam sie die […]

Die Grossbanken richten sich im Glücksspielkapitalismus ein

Die Politik hat ein seltsames Verhältnis zum Glücksspiel. Einerseits gilt es als gefährliches Laster – der Staat engagiert sich darum leidenschaftlich in der Spielsuchtprävention. Andererseits ist er jedoch zugleich der bedeutendste Glücksspielanbieter: er betreibt Lotterien und vergibt Konzessionen an Spielbanken. Von den über 3 Milliarden Franken, die Schweizer Glücksspielfans jährlich verzocken, fliesst ein erheblicher Teil […]

Sind Sie nicht googlebar? Dann sind Sie sympathisch!

Googlen Sie Personen, die Sie gerade erst kennengelernt haben? Lesen Sie, was Rihanna oder Demi Moore twittern? Haben Sie mich schon einmal gegooglet oder im Facebook gesucht? Für welches der unzähligen Profile haben Sie sich entschieden? Und glauben Sie, ich hätte alle Profile selbst erstellt? Egal, ob bei Prominenten, Möchtegernprominenten oder Normalbürgern: «Reality» im Netz […]

Augen auf und durch

Schön wär’s, die implizite und explizite Staatsverschuldung liesse sich mit Wirtschaftswachstum ins Lot bringen. Die Erfahrung spricht dagegen. Was tun? Staatsbankrott ist die Notlösung, von einer versteckten Enteignung ist Europa heute entfernt. Es verbleiben zwei bittere Optionen: sparen und Steuern erhöhen.

CH/D: Nachbarn, Partner, Gegenspieler
CH/D: Nachbarn, Partner, Gegenspieler

Als der deutsche Kaiser Wilhelm II. im Jahre 1912 die Schweiz besuchte, wurde er jubelnd empfangen. Er dankte es und bezeichnete die Schweiz als «wohlgeordneten, allen friedlichen Bestrebungen zugewandten, auf seine Unabhängigkeit stolzen, neutralen Bundesstaat». Wilhelm II. wusste, worauf gute Beziehungen zwischen Staaten  gründen. Und fand für die Schweiz lobende, ja fast schon pathetische Worte: […]

Bleibt euch treu!
Bleibt euch treu!

Er kam von Frankfurt nach Vevey und eroberte von dort aus die Welt: Helmut Maucher ist als Deutscher zu einem der wichtigsten Wirtschaftsführer der Schweiz geworden. Heute blickt er gelassen zurück. Und sendet eine Warnung mit Blick auf die Zukunft an die beiden Länder: übertreibt es nicht!