In dieser Ausgabe

Editorial

Dossier

(4) Das Wasser, die UNO, das Recht

Das Recht auf Wasser lässt sich aus dem Recht auf einen angemessenen Lebensstandard ableiten. Dadurch sind die UNO-Vertragsstaaten verpflichtet, das Recht auf Wasser zunehmend zu verwirklichen. Der Privatsektor soll dann hinzugezogen werden, wenn dies für eine wirksame Umsetzung erforderlich ist.

Der Monopolist der Oase

Friedrich August von Hayek (1899 bis 1992) Der österreichische Nationalökonom und Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek hat in seinem Werk «Die Verfassung der Freiheit» den gross angelegten Versuch unternommen, Regeln für eine freiheitliche Gesellschaft zu formulieren. Die Problematik von Zwang und Monopol hat er mitunter am Beispiel eines Oasenbesitzers exerziert – das Beispiel gab und gibt weiterhin vielen seiner Kollegen zu denken.

Das Lacan Seminar Zürich

Freud selbst war nicht immer Freudianer, so der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan. «Zurück zu Freud» war das Motto seiner Lehre, die er zu einem Gedankengebäude ausarbeitete, das vor allem in romanischsprachigen Ländern Einfluss geniesst.
Im deutschen Sprachraum wurden Lacans Schriften lange Zeit nur wenig wahrgenommen. Vieles blieb auch nach der Übersetzung eines Teils seiner Arbeiten unver-standen. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, wurde vor 10 Jahren das Lacan Seminar in Zürich gegründet. In Seminaren und Workshops werden vor allem die Werke aus der Schule Lacans wie auch Freuds gelesen und diskutiert.

Was heisst denn hier Freiheit?

Eine Antwort aus dem Stegreif von Michael Hagner «Die neue Regierungskunst stellt sich also als Manager der Freiheit dar, und zwar nicht in dem Sinne des Imperativs ‹Sei frei›. Es ist nicht das ‹Sei frei›, was der Liberalismus formuliert, sondern einfach folgendes: ‹Ich werde dir die Möglichkeit zur Freiheit bereitstellen. Ich werde es so einrichten, dass du frei bist, frei zu sein›.»
(Michel Foucault: «Die Geburt der Biopolitik»)

Kultur

Schweizer Literatur in Kurzkritik, IV

14 Bücher Schweizer Autoren, gelesen von 14 Rezensenten, meist mit Begeisterung, seltener mit Durchhaltewillen, rezensiert mit Lob und auch mit Tadel. Dies alles in der vierten Folge der Schweizer Literatur in Kurzkritik. Fortsetzung folgt.

Gerald Funk schreibt über Urs Widmer: «Vom Leben, vom Tod und vom Übrigen auch dies und das. Frankfurter Poetikvorlesungen». Zürich: Diogenes, 2007.

Francesco Micieli schreibt über Kurt Aebli: «Ich bin eine Nummer zu klein für mich». Basel: Urs Engeler Editor, 2007.

Sabine Kulenkampff schreibt über André Winter: «Die Hansens». Zürich: Bilger, 2007.

Joachim Feldmann schreibt über Rolf Dobelli: «Wer bin ich? 777 indiskrete Fragen» und «Turbulenzen. 777 bodenlose Gedanken». Zürich: Diogenes, 2007.

Marcus Jensen schreibt über Franz Hohler (Hrsg.): «112 einseitige Geschichten». München: Luchterhand, 2007.

Beat Mazenauer schreibt über Simona Ryser: «Maries Gespenster». Zürich: Limmat Verlag, 2007.

Michael Harde schreibt über Michael Theurillat: «Eistod». Berlin: Claassen, 2007.

Georg Deggerich schreibt über Zsuzsanna Gahse: «Oh, Roman». Wien: Edition Korrespondenzen, 2007.

Gérald Froidevaux schreibt über Annemarie Schwarzenbach: «Lorenz Saladin. Ein Leben für die Berge». Basel: Lenos, 2007.

Stefana Sabin schreibt über Alfredo Häberli: «Design Live». Basel: Birkhäuser, 2007.

Christoph Simon schreibt über Anita Siegfried: «Die Schatten ferner Jahre». Zürich: Dörlemann, 2007.

Pirmin Meier schreibt über Sergio Giovannelli-Blocher: «Va’ Pensiero. Geschichte eines Fremdarbeiters aus Ligurien». Zürich: Edition 8, 2007.

Markus Bundi schreibt über Dieter Zwicky: «Reizkers Entdeckung». Zürich: Bilger 2006.

Michael Braun schreibt über Felix Philipp Ingold: «Tagesform. Gedichte auf Zeit». Graz–Wien: Literaturverlag Droschl, 2007