In dieser Ausgabe

Editorial

Editorial

Würde alle geraubte Kunst ihrem Besitzer zurückgegeben, böte sich dem Besucher der Museen und Kunstsammlungen ein seltsames Bild: verwaiste Podeste in der Abteilung für antike Skulpturen, freie Flächen in den Räumen, die der Kultur der Majas oder der alten Ägypter gewidmet sind, weisse Flächen dort, wo vertraute Werke der Moderne hängen. Der Handel mit geraubter […]

Dossier «Kunstraub - Raubkunst»

Was taugt das Mehrheitsprinzip?

Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit sind Ziele, die in jeder Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben, über deren Rangfolge aber selten Einigkeit herrscht. Können Mehrheiten darüber entscheiden? Die Mehrheit hat nicht grundsätzlich recht, vielmehr ist zu fragen, welche Mehrheit über welche Freiheit und welche Gerechtigkeit entscheidet.

Kunst erklären?

Ruft ein Gedicht, Gemälde oder Musikstück unser ratloses Kopfschütteln hervor, sind wir froh, wenn wir es erläutert und erklärt bekommen. Doch auch dann, wenn wir der Meinung sind, dass das Kunstwerk eigentlich für sich allein genug aussage und sein Reiz in der ihm eigenen Sprache liege, reden wir gerne über Kunst.

Leserzuschrift zum Dossier «Stiftungen», Ausgabe 02/2005

In der Gastkolumne des Dossiers «Stif-tungen» zählt Peter Forstmoser einige Probleme des Stiftungswesens auf und schreibt: «Wie wäre es, eine Art Börse – oder mehrere Börsen – für Stiftungsideen einzurichten, Marktplätze, an denen Opportunitäten für gemeinnützige Zu-wendungen angeboten werden?» Eine solche «Börse» gibt es seit drei Jahren in der Form der gemeinnützigen Stiftung Corymbo. Es […]

Aktuelle Debatten

Von Sparwut und Steuergeschenken
Von Sparwut und Steuergeschenken

In der gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Debatte lässt sich ein beunruhigender Trend feststellen: Begriffe werden sinnentleert, suggestiv verwendet oder bezüglich ihres wahren Inhalts umgedeutet. Eine kohärente, wachstumsfreundliche Wirtschaftspolitik kann es jedoch nur bei begrifflicher Klarheit geben. «Unklare Begriffe gehören zu den Torheiten der Zeit», sagte vor mehr als 50 Jahren Wilhelm Röpke, einer der wichtigsten Freiheitsdenker des […]

Kultur

Martin Gumpert – 58 Jahre Zeitgeschichte

Er wurde nicht alt, doch seine Lebensdaten fielen in eine ereignisreiche Zeit. Geboren 1897 in Berlin, gestorben 1955 in New York – am Werdegang des Autors Martin Gumpert lässt sich ein typisches Dichter- und Schriftstellerleben verfolgen, in dem sich die literarischen Strömungen von der wilhelminischen Ära bis zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg manifestieren.