In dieser Ausgabe

Editorial

Gutes, made in Switzerland

«Tutti fratelli» wiederholen die Mädchen und Frauen von Castiglione immer wieder, als sie nach der Schlacht von Solferino, in der die Franzosen und Piemontesen über die Österreicher gesiegt haben, die verwundeten und sterbenden Soldaten beider Seiten pflegen. Von den mitleidigen Krankenschwestern, die «allen Soldaten, die ihnen völlig fremd sind, das gleiche Wohlwollen zuteil werden lassen», […]

Dossier «‹Tutti fratelli›: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz»

Aktuelle Debatten

Genf, Sitz humanitärer Organisationen
Genf, Sitz humanitärer Organisationen

Genf ist einer der wichtigsten Standorte internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Die Bedeutung des internationalen Genf im humanitären Bereich ist besonders gross. Weltweit tätige humanitäre Organisationen wie das Uno-Flüchtlingshochkommissariat oder das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) haben in Genf den Hauptsitz. Das IKRK, dessen Gründung am Anfang der Entwicklung des humanitären Genf steht, ist mit […]

Gefährliche Reduktion

Zur «Israelisierung» amerikanischer Aussenpolitik Seit den Anschlägen vom 11. September neigen die USA stärker noch als vorher dazu, die eigenen Interessen in einer Weise wahrzunehmen, die eine bemerkenswerte perspektivische Verengung offenbart.

Kultur

Verhindern statt mildern

Henry Dunant, der Pazifist Eveline Hasler, bekannt für ihre Romane über historische Persönlichkeiten, in denen sie recherchierte Tatsachen mit fiktionalen Elementen erzählerisch verbindet, veröffentlichte 1991 eine Biographie über Henry Dunant, den Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Im folgenden porträtiert sie einen Dunant, der den Krieg nicht nur zivilisieren, sondern verhindern wollte und nicht zuletzt gerade daran scheiterte.

Unterwegs im Text

Christoph Geiser schreibt übers Reisen Christoph Geiser ist unterwegs – mit dem Ozeandampfer Richtung Amerika und mit der
Sprache in Richtung einer Radikalität, die ihresgleichen in der neuen Schweizerliteratur sucht. Bekannte Diskurse werden spielerisch aufgebrochen, es wird frei assoziiert.

Peter Stadler: «Epochen der Schweizergeschichte»

Peter Stadlers «Epochen der Schweizergeschichte» mögen ohne anmassende Voreiligkeit als Teil seines Vermächtnisses angesehen werden; er selbst mutmasst, dass dieses Buch sein «letzter grösserer Beitrag zur Schweizergeschichte bleiben dürfte». Dieser ist fällig geworden nach der Demontage des tradierten Schweiz-Images, wie sie anlässlich der Siebenhundertjahrfeier und der Abstimmung zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) sowie vor der Expo […]

Raymond Naef: «Grock – eine Wiederentdeckung des Clowns»

Nachdem Grock noch zu Lebzeiten seine Memoiren hatte schreiben lassen, ist jetzt ein neues, umfassendes und reich bebildertes Buch über den «König der Clowns» erschienen. Verfasst hat es ein Kenner mit persönlichem Bezug zu Grock, sein Grossneffe Raymond Naef. Respektvoll und begeistert, aber zugleich kritisch-objektiv zeichnet er das Bild eines grossen Clowns und nicht ganz […]

Switzerland’s Defence and Security Policy During the Cold War (1945-1973)

Die Buchproduktion englischer Sprache ist mit der Schweizer Geschichte des 20. Jahrhunderts in letzter Zeit nicht ausschliesslich erfreulich umgegangen. Um so beachtenswerter ist eine auf Englisch verfasste Doktorarbeit einer Auslandschweizerin über die Selbstbehauptung unseres Landes im Kalten Krieg. Denn die Schrift zeichnet sich durch eine leicht fassliche, überblickbare und insbesondere objektive Darstellung einer in vergleichbarer […]