In dieser Ausgabe

Editorial

Verhindern statt mildern

Henry Dunant, der Pazifist Eveline Hasler, bekannt für ihre Romane über historische Persönlichkeiten, in denen sie recherchierte Tatsachen mit fiktionalen Elementen erzählerisch verbindet, veröffentlichte 1991 eine Biographie über Henry Dunant, den Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Im folgenden porträtiert sie einen Dunant, der den Krieg nicht nur zivilisieren, sondern verhindern wollte und nicht zuletzt gerade daran scheiterte.

Unterwegs im Text

Christoph Geiser schreibt übers Reisen Christoph Geiser ist unterwegs – mit dem Ozeandampfer Richtung Amerika und mit der
Sprache in Richtung einer Radikalität, die ihresgleichen in der neuen Schweizerliteratur sucht. Bekannte Diskurse werden spielerisch aufgebrochen, es wird frei assoziiert.

Dossier

Gefährliche Reduktion

Zur «Israelisierung» amerikanischer Aussenpolitik Seit den Anschlägen vom 11. September neigen die USA stärker noch als vorher dazu, die eigenen Interessen in einer Weise wahrzunehmen, die eine bemerkenswerte perspektivische Verengung offenbart.

Für einen Millimeter Humanität

Das IKRK und der Krieg Die neuen Kriege mit ihren asymmetrischen Formen der Konfliktaustragung bedrohen nicht nur
das Völkerrecht, sondern auch jene, die in seinem Schutze tätig sind.
Die Arbeit der Delegierten ist anspruchsvoller und gefährlicher geworden.

Was kümmert uns das Leid anderer ?

Überlegungen eines Ethikers zur globalen Katastrophenhilfe Das IKRK ist die erste humanitäre Organisation, die mit dem Bestreben auftritt, die von ihr beschlossenen
Regeln nicht nur auf die Unterzeichnerstaaten anzuwenden, sondern weltweit. Es stellt sich die Frage, inwieweit Ethik globalisierbar ist.

Dunant, Dufour, Mynier

Schöpfer eines weltumspannenden Hilfs- und Vertragswerkes Henry Dunant, Guillaume-Henri Dufour, Gustave Moynier – dem Zusammenwirken und dem ebenso kühnen wie besonnenen Vorgehen dieser drei Genfer verdankt sich die Entstehung der Weltorganisation des Roten Kreuzes.