In dieser Ausgabe

Editorial

Was heisst: Etwas ist gegeben?

Die Philosophie Jean-Luc Marions Die im deutschsprachigen Raum noch weitgehend unbekannte Philosophie Jean-Luc Marions setzt sich mit den Erscheinungen auseinander. Anders als die Naturwissenschaften, die an den objektivierbaren Dingen interessiert sind, die sie hinter den Erscheinungen vermuten, beschäftigt sich Marion mit dem Erleben von Erscheinungen ‹an sich› und betont die passive, empfangende Rolle des erkennenden Individuums.

Dossier

Sprache als Biotop

Ein Interview mit Daniel Thürer Robert Nef und Stefan Stirnemann stellen Fragen zum staats- und
völkerrechtlichen Stellenwert der Reform im Vergleich mit Deutschland
und zum Nebeneinander verschiedener Schreibweisen in der Schweiz.

Die durchtrennte Ligatur

Über das ß, die Schweiz und die Strategie der Reformer Mit dem Verzicht auf das ß hat die Schweiz in der Rechtschreibung vor dem Zweiten Weltkrieg einen Sonderweg gewählt. Gegenüber der fragwürdigen Rechtschreibreform haben offizielle Stellen leider wenig Widerstandsgeist mobilisiert, obwohl über 90 Prozent der Deutschschweizer dagegen eingestellt waren.

Die Rechtschreibkrise und ihre Lösung

Wie die bisherige Rechtschreibung gerettet werden kann Die Argumente sprechen dagegen: Die Rechtschreibreform kann weder beibehalten noch gerettet werden. Eine Rückkehr zum alten Duden ist auch nicht empfehlenswert. Was bleibt ist ein «Vorwärts!». Der Autor des folgenden Beitrags gibt Tips mit auf den Weg.

Die Fehler der Rechtschreibreform

In der Sache selbst, aber auch im Verfahren Ein Auftrag an eine über fachliche Zweifel nicht erhabene Kommission, Geheimnis—krämerei, überstürzte Einführung und mangelnde Finanzierung: Dies sind schon allein die Verfahrensfehler. Hinzu kommt die Mißachtung der Sprachgeschichte und
des Sprachgebrauchs bei der Neuregelung der Rechtschreibung.