In dieser Ausgabe

Editorial

Schwerpunkt «Filz»

Spiel mit gezinkten Würfeln
Katja Rost, fotografiert von Thomas Burla.
Spiel mit gezinkten Würfeln

Wem in unserer Gesellschaft der ganz grosse Wurf gelingt, der hat viel geleistet, Glück gehabt – oder gute Beziehungen. Netzwerke haben eine natürliche Tendenz zu verfilzen. Was kann man dagegen tun? Bewusst den Zufall mitspielen lassen!

Ein Interview von Laura Clavadetscher und Michael Wiederstein mit Katja Rost
10 Minuten Lesezeit
Das Wunder des   Wettbewerbsrechts
Walter A. Stoffel, zvg.
Das Wunder des Wettbewerbsrechts

Man kennt sich in der Schweiz: Dieses Land hat also den Wettbewerb nicht erfunden. Aber vor dreissig Jahren doch noch entdeckt! Mitte der 1990er gelang es, die alten Zöpfe eines nicht mehr zeitgemässen Kartellrechts abzuschneiden – mit durchschlagendem Erfolg.

Mit Statistik gegen Kartelle

Wettbewerbshüter sind nicht länger nur auf die traditionellen Informationsquellen – Anzeigen, Selbstanzeigen oder Whistleblower – angewiesen, wenn es um das Aufdecken von Preisabsprachen und Kartellen geht. Big Data dürfte den neuen statistischen Werkzeugen weiteren Auftrieb geben.

Dossier «Staatsschulden & Infrastruktur»

Als gäbe es kein Morgen
Die 1,1 Kilometer lange Europabrücke in Zürich wurde 1961/62 gebaut. Ihre Lebensdauer, wie die aller Brücken, beträgt 50 bis 100 Jahre. Laufende Investitionen können ihre Nutzung aber erheblich verlängern. Bild: Baugeschichtliches Archiv / Wolf-Bender Heinrich & Wolf-Benders Erben / CC BY-SA 4.0.
Als gäbe es kein Morgen

Trotz guter Konjunktur haben sich die meisten westlichen Länder in den letzten Jahren weiter verschuldet. Das ist gefährlich, denn mit den Schulden wird blosser Konsum finanziert – und nicht langfristige Infrastrukturprojekte.

Facts & Figures

Welche Nationen sind die grössten Schuldner? Was ist mit den Infrastrukturinvestitionen seit der Finanzkrise passiert und welche gefühlten Auswirkungen hatte das auf die Qualität der Infrastruktur? Und warum kostet in der Schweiz ein Meter Autobahn 78 000 Franken? Acht Abbildungen, die Antworten liefern.

Public? Private? Partnership?
Los Angeles verfügte in den 1920er Jahren über das grösste Strassenbahnnetz der Welt. Ein Konsortium um Automobilhersteller General Motors, Standard Oil und den Reifenproduzenten Firestone kaufte es auf – und legte es dann still, um die ÖV-Nutzer zum Umsteigen auf das Auto zu «motivieren». Bild: Ausrangierte Strassenbahntriebwagen auf dem Schrottplatz. Digital Collections, UCLA Library / CC BY 4.0.
Public? Private? Partnership?

Voraussetzungen für den Erfolg von Infrastrukturprivatisierungen.

Aktuelle Debatten

Der Schutz der Freiheit
Dieter Schönecker, zvg.
Der Schutz der Freiheit

Wer die Praxis der Meinungsfreiheit philosophisch ausleuchten will, muss die Komfortzone verlassen. Tut man das, indem man (auch) rechtskonservative Gastredner in ein universitäres Seminar zum Thema einlädt, kriegt man in Deutschland keinen Applaus, sondern Morddrohungen.

Kolumnen

Kultur

Ich werde bei Regen nicht nass
Ich werde bei Regen nicht nass

Einfühlungsvermögen ist keine Stärke des Ich-Erzählers aus T. C. Boyles Kurzgeschichte. So hält Brandon es für eine gute Idee, eine mental labile Frau aus einer Bar werfen zu lassen, weil sie ihn bei seinem Jack Daniels mit Cola stört. Oder zwei seiner Freunde zu verkuppeln, weil sie beide übergewichtig sind.