In dieser Ausgabe

Editorial

Editorial

Während eines klugen Vortrags begann der CEO einer Schweizer Privatbank plötzlich von einer verschlafenen Fischerstadt namens Bagamoyo zu erzählen. Vor zehn Jahren, auf meiner Reise entlang der Küste Tansanias, deutete noch nichts darauf hin, dass Bagamoyo auf dem Radar von Schweizer Bankiers landen könnte. Seither hat sich vieles getan. Im Dezember 2015 begann Tansania, in […]

Schwerpunkt

In Afrika
Südsudan 2015: Ein Helikopter der Uno mit Essenslieferungen an Bord. Der ölreiche Südsudan erklärte sich 2011 mit internationaler Unterstützung für unabhängig von Sudan. Seit 2013 herrscht Bürgerkrieg, insbesondere zwischen Angehörigen der Ethnien der Nuer und der Dinka. Photographiert von Dominic Nahr.
In Afrika

Die Titelgeschichte unserer Märzausgabe, nun online lesbar: Der Kontinent wird täglich reicher und selbstbewusster. Höchste Zeit, dass wir ihn besser verstehen lernen.

Kolumne

Heiter bis wolkig

Ich liege öfter falsch, als mir lieb ist. Ein Beispiel: Nie hätte ich gedacht, dass Donald Trump sich so lange im amerikanischen Präsidentschaftsrennen halten würde. Kognitive Niederlagen bergen indes auch grosse Chancen. Sie helfen, eigene Überzeugungen als Hypothesen zu erkennen, die ständig überprüft werden wollen. Machen wir den Test im Labor der Zeitgeschichte: Hätten Sie […]

Röpke ohne Ende

Die Schweiz sei eine «Ausnahme wie alles in der Geschichte einigermassen Gelungene», zitierte 2006 der damalige Bundesrat Christoph Blocher den deutschen Ökonomen Wilhelm Röpke (1899 – 1966). Blocher gedachte Röpkes anlässlich dessen 40. Todestages. Seit dem Erscheinen seines Buches «Gesellschaftskrisis der Gegenwart» im Jahr 1942 ist Röpke Teil der nationalen Identitätsbildung: Bis heute gehören seine Zitate zum […]

Die Rechnung, bitte!

Europa ringt mit der Migration – nach den hässlichen Silvesterereignissen von Köln inbrünstiger denn je. Eine bürokratische Herausforderung versteigt sich zur Glaubensfrage. Schuld daran ist «die Kultur». Links wie rechts scheint ausgemacht: Wir stehen mitten in einem Kulturkampf. Mit – je nach Perspektive – unterschiedlichem Frontverlauf. Von Pegida über Front National bis weit ins bürgerliche […]

Dossier

Ans Eingemachte
Sergej Lebedew, photographiert von James Hill.
Ans Eingemachte

Russische Schriftsteller wissen, was politische Zensur bedeutet. Das gilt nicht nur für die Klassiker, sondern auch für ihre Nachkommen. Eine neue Generation sagt nun offen: die Erinnerung an die totalitäre Vergangenheit hilft, eine totalitäre Zukunft zu verhindern. Das allein reicht aber nicht.

Recht auf Unfug

Menschen haben das Recht, Dummheiten zu verbreiten. Damit hat Political Correctness ein Problem. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verhindert, dass die Schweiz Exzentriker in die Mitte zwingen kann. Das ist wichtig und richtig.