Die Schweiz muss jährlich rund 40.000 Ungeborene kompensieren. Sie ist dabei in guter Gesellschaft: Mittlerweile können sich 45 Staaten mit ihren tiefen Geburtenraten nicht mehr selbst erhalten. Sie alle suchen Köpfe, die jederzeit und selbständig ihre Qualifikation auf den neuesten Stand bringen können. Eine Obergrenze bei der Rekrutierung von Talenten ist dabei kein kluges Signal.
Daniel Lätsch, photographiert von Pascal Büsser.
Der Milizgedanke prägt das schweizerische Organisationsprinzip und beruht auf der republikanischen Vorstellung, dass jeder dazu befähigte Bürger auch öffentliche Aufgaben zu übernehmen hat. Wie kompatibel ist diese Idee mit dem 21. Jahrhundert?
In the past decades, our understanding of sex and gender roles has significantly changed. If new laws cut all references to biology, disadvantages will inevitably follow for women.
Peter Sloterdijk, photographiert von Giorgio von Arb
Im Zentrum der grossen gesellschaftlichen Probleme steht der Mensch, der sich selbst unterbietet. Peter Sloterdijk setzt der modernen schwarzen Anthropologie ein neues Narrativ entgegen. Stolz statt Neid, Grosszügigkeit statt Geiz: die neogriechische Revolution dürfte noch vor der nächsten Eiszeit kommen. Gespräch mit einem, der von sich behauptet, seine Altersradikalität komme erst noch.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. Bild: Council of Europe, Candice IMbert.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erfindet neue Rechte ohne Grundlage. Seine Argumentation steckt voller Widersprüche und ignoriert die klimawissenschaftlichen Fakten.
Egal, wie klar und detailliert die Regeln sind, es bleibt stets ein gewisser Ermessensspielraum für Beamte oder Richter. Vor dessen Missbrauch schützt nur ein umfassendes System individueller Rechte.
Paul Nizon, photographiert von Lea Crespi / fotogloria.
Der 1929 in Bern geborene Schriftsteller Paul Nizon lebt seit Jahrzehnten in Paris. Dort fand er Freiheit und künstlerischen Ausdruck wieder – beides hatte ihm die Schweiz zuvor verleidet. Wie kaum ein anderer hat er seither die Stadt an der Seine beschrieben, ihr literarische Denkmäler gesetzt. Ein Gespräch über Enge, Weite – und zu viel Weite. Aber auch über inspirierende Kollegen und skurrile Treffen mit dem eifersüchtigen Frisch und dem masslosen Dürrenmatt.