Hinter den Kulissen mit Ivette Djonova

Projektleiterin Wettbewerb & Regulatorisches

Die 31jährige Juristin Ivette Djonova arbeitete für einige Jahre im Kanzlei- und Gerichtsbereich, seit zwei Jahren ist sie im Bereich «Wettbewerb & Regulatorisches» für die Economiesuisse tätig und betreut Themen wie Datenschutz, Datenpolitik, Konsumentenpolitik, Abbau von Handelshemmnissen und Immaterialgüterrecht.

Djonova befürwortet einen angemessenen, aber nicht unnötig überschiessenden Datenschutz und versucht, die Reform des Datenschutzgesetzes dahingehend zu prägen. Es geht dabei um die Anerkennung durch die EU bezüglich Datenschutzäquivalenz – die Gefahr besteht, zu einem «minderregulierten Drittland» erklärt zu werden. «Das heisst jedoch nicht, dass wir alles von der EU übernehmen müssen», sagt sie. «Ich will ein administrativ tragbares Gesetz ohne unnötigen Swiss Finish.»

Beim Konsumentenschutz steht sie im Dialog mit den Konsumentenschutzorganisationen, deren Aktivitäten aus ihrer Sicht meist nur mehr Regulierung auslösen. Sie versucht, eine überpräventive Politik, wie sie auch von der Verwaltung aktiv betrieben wird, zu verhindern, also zum Beispiel die sich ausweitenden Werbeverbote und Einschränkungen für Genussmittel. «Der Staat muss die Leute nicht erziehen. Er muss wegkommen vom paternalistischen Vorgehen.»

Politisch aktiv ist Djonova auch. Sie gründete die Sek­tion der Jungfreisinnigen im Bezirk Horgen und ist nun Vizepräsidentin der FDP im Zürcher Kreis 2; zuletzt leitete sie für die Kreispartei den Kantonsratswahlkampf. Wieso die FDP? Sie kann sich mit 95 Prozent der Positionen der Partei identifizieren. Ein Vorteil, in der Partei aktiv zu sein, sei natürlich auch, dass man mit interessanten Personen zusammenkomme.

Bei Economiesuisse gefällt es ihr hervorragend. «Als Dachverband sieht man über alle Bereiche hinweg und man kann die Positionen der Wirtschaft koordinieren, das hat schon seinen Reiz. Seit ich hier arbeite, hatte ich keinen einzigen Tag das Gefühl, dass ich arbeite. Einfach, weil es mir entspricht und weil es mir Spass macht.»

«Ein Sprudelbad fürs Hirn!»
Monique Bär, Philanthropin und Gründerin der Arcas Foundation,
 über den «Schweizer Monat»