Grenzen? Verschieben!

Wie oft mag Felix Baumgartner, der kürzlich als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrach, folgende Sätze gehört haben: Das ist unmöglich! Du träumst! Das hat noch niemand geschafft! Und wie oft haben Sie diese Sätze schon gehört? Ich frage, weil die Folge dieser Dauerbeschallung aus nett gemeinten Ratschlägen nicht selten permanente Unsicherheit ist. […]

Wie oft mag Felix Baumgartner, der kürzlich als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrach, folgende Sätze gehört haben: Das ist unmöglich! Du träumst! Das hat noch niemand geschafft! Und wie oft haben Sie diese Sätze schon gehört?

Ich frage, weil die Folge dieser Dauerbeschallung aus nett gemeinten Ratschlägen nicht selten permanente Unsicherheit ist. In Italien sagt man: «Piove sempre sul bagnato» (der Regen fällt immer auf nassen Boden). Wenn Sie morgens ein Unglück erleben, folgt darauf zumeist eine Kette von Missgeschicken. Es liegt also nahe, das anfängliche Unglück möglichst zu vermeiden. Aber wer sich bei jedem Wagnis vorher fragt: «Wer bin ich eigentlich, dass ich mich so etwas traue?», oder sich gar durch ein vorauseilendes «Ich bin ja auch nur ein Mensch» für eventuelles Scheitern entschuldigt, wird seine eigenen Grenzen nicht verschieben. Ganz bestimmt nicht.

In letzterem Satz versteckt sich dabei eine bemerkenswerte Wahrheit: Ja, wir sind Menschen. Wir sind die einzigen uns bekannten Lebewesen, die ihre Grenzen bewusst testen können und dabei sogar Vergnügen verspüren – aber wir sind auch die einzigen, die jene Grenzen verschieben können. Auch jene, die uns Generationen von Menschen vor uns in den Kopf gesetzt haben!

Der amerikanische Schriftsteller William Arthur Ward meint: «Was Sie sich vorstellen können, können Sie auch erreichen; wenn Sie es träumen können, können Sie es auch leben.» Die meisten erfolgreichen Menschen, die ich in meinem Leben bisher traf, wendeten dieses Prinzip aktiv an – einige gar intuitiv. Die Macht unseres Geistes, finde ich, ist schier grenzenlos, und es ist die Substanz unserer Gedanken, die – manchmal unbewusst – das bestimmt, was wir in der materiellen Welt zu leisten imstande sind. Das Bewusstsein ist die Programmiersprache unseres eigenen kleinen Universums. Wer also auf Erfolg programmiert ist, kann erreichen, was andere für unrealistisch halten. Sie glauben mir nicht? Ich frage Sie: Wie sonst erklären Sie sich, dass Felix Baumgartner am 14. Oktober 2012 in 39 Kilometern Höhe den Schritt aus seiner Kapsel wagte?

«MONAT für MONAT
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Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
über den «Schweizer Monat»