Grace Hopper

1906 – 1992

Grace Hopper

Amerikanische Mathematikerin, Computerwissenschafterin und Admiral der US-Navy-Reserve. Eine der ersten Entwickler von Computern und
Programmiersprachen.Angesichts des Zweiten Weltkriegs gab Hopper 1943 ihre Mathematikprofessur am Vassar College auf und meldete sich als Freiwillige bei der Reservemarine. Sie wurde 1944 dem «Bureau of Ships Computing Project» an der Harvard University zugeteilt, das im selben Jahr begann, mit IBMs «Mark I»-Computer, einem der ersten funktionstüchtigen Computer überhaupt, zu arbeiten. 1952 veröffentlichte sie, mittlerweile mit dem Computer «Univac I» arbeitend, ihren Artikel «The Education of a Computer», in dessen Titel Turings zweiteiliger Entwurf einer intelligenten Maschine (vgl. S. 54) anklingt. Darin schreibt sie, dass den Mathematikern durch die Programmierbarkeit der Rechner zwar Arbeit abgenommen werde, diese so aber zum eintönigen Schreiben und Kontrollieren von Programmen degradiert würden. Hopper entwickelte deshalb eine Programmiersprache, in der sich Maschinencodes in Symbolen – nicht Zahlen – wiedergeben liessen, sowie das entsprechende Unterprogramm, das deren Übersetzung leistete. Dadurch setzte Hopper nicht nur die Mathematiker wieder in ihren Stand, sondern schuf auch die Grundlage für die massentaugliche Benutzung von Computern: indem sie deren Handhabung durch Sprache ermöglichte. Ihren Ruhestand hob die US Navy zweimal wieder auf, per spezielle Bewilligung durch den Kongress, so dass Hopper erst 79jährig aus dem Aktivdienst schied.

Denkcodes

Bereiten Sie sich vor, liebe Leser, auf eine Reise ins Unbekannte. Noch wissen wir nicht, wo sie die Menschheit hinführen wird. Aber was zurzeit in der Informationstechnologie vor sich geht, ist so fundamental, dass sich unser aller Leben unvermeidlich verändern wird. Bei den Erkundungstouren, die Forscher und Tüftler auf der ganzen Welt gerade unternehmen, geht […]

Das Zeitalter der Informatik
Knechtschaft der Wiederholung: unzählige Buchhalter des US-Finanzministeriums berechnen um 1930 die jeweiligen Boni der Veteranen des 1. Weltkrieges. Bild: Library of Congress.
Das Zeitalter der Informatik

Lebenshilfe durch Automation – die Fortschritte in der Informationstechnologie haben unser Leben in den letzten 100 Jahren erheblich erleichtert. Doch von wie viel intellektueller Arbeit sollen Computer uns eigentlich «befreien»? Eine kritische Würdigung.

«Der Entkalker fürs Hirn:
Nicht links, nicht rechts –
einfach intelligent!»
Dominik Imseng,
Managing Partner bei smartcut consulting,
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