Gelebter Föderalismus

Was Kantone voneinander lernen können. Und warum sie das auch öfter tun sollten.

Eigenständig, aber trotzdem Teil einer grösseren Einheit: in der Theorie ist Föderalismus eine vergleichsweise einfache Spielart des Staatsaufbaus. In der Praxis erweist sie sich aber nicht selten als etwas kompliziert, chaotisch und anstrengend. Die Masse von Gesetzen, Anordnungen
und Auslegungen von Bundesgesetzen und somit die Anzahl gelebter Modelle wachsen. Die Anzahl von Menschen, die ob dieser Entwicklung den Überblick behalten, bleibt gering.

Im Idealfall treibt das vermeintliche Durcheinander – euphemistisch sprechen wir gern von «Vielfalt» – die Suche nach neuen Problemlösungen durch kleinteilige Konkurrenz an. In der Realität herrscht aber zu oft Blindheit für das, was andere wirklich besser machen. Den täglich praktizierten Föderalismus erleben und wahrnehmen – darum geht es in dieser Sonderpublikation, die wir in Zusammenarbeit mit dem Think Tank Avenir Suisse lancieren. Kantonsvergleiche in verschiedenen Bereichen bilden den Wettbewerb zwischen den verschiedenen Gebieten ab und sollen zugleich zur aktiven Teilnahme daran ermutigen. Denn Unterschiede sind nicht Anlass zur Vereinheitlichung, sondern vielmehr eine Chance, voneinander zu lernen.

Die Redaktion

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Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
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