Geld und seine Wirkung

Über die Ethik des Investierens

Geld, schreibt Joseph Schumpeter im Meisterwerk «Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung», sei nichts anderes als Kaufkraft.
In der «kapitalistischen Wirtschaft» herrscht nicht «irgendeine Befehlsgewalt», sondern das Individuum durch seine freiwilligen
Entscheidungen. Geld ist Kraft, aber nicht Zwang. Geld bedeutet einerseits persönliche Unabhängigkeit und Dispositionsfreiheit,
anderseits Einfluss und Wirkungsmacht in einer markt­wirtschaftlich organisierten Gesellschaft.

Die Geld- und Marktwirtschaft hat weiten Teilen der Welt in den letzten 200 Jahren unvorstellbaren Wohlstand beschert – das Staunen darüber ist bei Schumpeter in jeder Zeile spürbar. Nüchtern betrachtet ist Geld zuvörderst eine Chance: die Chance, etwas zu bewegen und zu schaffen, die Chance, die eigenen Überzeugungen und Werte zu leben, ihnen Kraft und konkrete Gestalt zu verleihen.

Sind also Profit und freiwilliges Geben, Ethik und Gewinnorientierung nicht eher Zwillinge als Feinde? Was passiert, wenn Weltverbesserung sich mit einer unternehmerischen Gesinnung vermählt? Wie können private Investoren dem Sozialstaat auf die Sprünge helfen? Und liessen sich nicht auch im Kulturbereich staatliche Subventionen durch freiwillige Spenden ersetzen, wenn man sie am Ende von der Steuer absetzen könnte?

 

Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie in dem neuen Dossier.

 

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Die Redaktion

«MONAT für MONAT
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Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
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