Lukas Linder, fotografiert von Agnieszka Cytacka.

Geist ist geil

Sechs Fragen an Lukas Linder.

Welches Kulturerlebnis hat Sie zuletzt begeistert und warum?

Immer wieder: die Sendung «Meteo». Der Gottesdienst der modernen Welt. Leider viel zu selten: im Fernsehen über­tragene Hochzeiten und Beerdigungen an Königshäusern. Das Echo auf eine längst vergangene Zeit, wenn auch nur in hoffnungslos verkitschter Schrumpfform.

Welches Werk hat eine Weichenstellung in Ihrem Leben oder in Ihrem Denken bewirkt?

Die Werke der grossen Komiker: Gogol, Twain, Thurber. Und die Meisterwerke von Betty Bossi: «Für Gäste das Beste», «Feines aus Kartoffeln» und natürlich das Buch, mit dem zusammen ich begraben werden möchte: «Fleisch und Wurst» (mit 56 Farbfotos).

Welches ältere Werk lohnt sich noch heute bzw. immer wieder?

Reaktionär, wie ich natürlich bin, müsste ich die Frage umdrehen: Welches moderne Werk lohnt sich trotzdem? Um die Frage adäquat zu beantworten: die Bibel (und «Fleisch und Wurst»).

Wem vertrauen Sie, was Tips in Sachen Kultur anbelangt?

Deutschlandradio Kultur. New York Book Review, meinem schlechten Gewissen.

 Woran fehlt es Ihrer Meinung nach aktuell im Kulturbetrieb?

Am Üblichen: Liebe, Geld, Leichtigkeit.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachtkästchen?

«Dunkelblum» von Eva Menasse, «Live a Little» von Howard Jacobson.

«MONAT für MONAT
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Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
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