Fenster zur Welt

Wer nicht reisen kann, schaut aus dem Fenster – Internet sei Dank irgendwo in der Welt.

Fenster zur Welt
Jeffs Fenster in Bayfield, Kanada. Bild: Screenshot www.window-swap.com

www.window-swap.com ist ein kleines kollaboratives Projekt, wie es das Internet in den Anfangszeiten seiner Massenadaption in den 2000er-Jahren oft hervorbrachte – damals, so verklärt man es rückblickend, noch ein Ort der Kreativität und nicht des täglichen Zanks. Die Idee ist simpel: Man geht davon aus, dass es auf der Welt viele Fenster gibt mit einer schönen Aussicht und dass die Leute, die aus diesen Fenstern blicken, bereit sind, diese Aussicht zu teilen. Also machen sie ein kleines Filmchen, laden es hoch, versehen es mit Name und Ort – und schon ist die Sache fertig. Man kann sich nur noch zurücklehnen und Aussichten geniessen: Grossstadtflair in Daegu, Südkorea, Meerblick in New Smyrna, Florida, und Regenwetter im britischen Birmingham. Ein kleiner Trost immerhin, wenn man denn schon kaum reisen kann. (rg)

«Der beste Journalismus ist der,
den man liest, obwohl einen das Thema bis dahin gar nicht interessiert hat.
Beim MONAT passiert mir das ständig.»
Niko Stoifberg, Schriftsteller und Redaktor bei «getAbstract», über den «Schweizer Monat»