Europa

Zukunft eines Kontinents

Es gehört vielleicht zu den menschlichsten Reflexen, dass wir, nach der Zukunft befragt, uns umgehend der Vergangenheit zuwenden. So haben es auch einige der Autorinnen und Autoren unseres vorliegenden Dossiers zunächst gehalten, nachdem wir sie darum gebeten haben, in die nahe Zukunft Europas zu blicken. Klar ist aber auch: Egal ob wir über die Vergangenheit, die Gegenwart oder die Zukunft der europäischen Halbinsel und ihrer Gesellschaften reden – über die europäische Einigung, deren historische Leistungen und gegenwärtige Probleme soll dabei nicht geschwiegen werden.

Worin unsere Autorinnen und Autoren fast durchgehend einig sind: in der jüngeren Vergangenheit wurde auf höchster Ebene der europäischen Politik eine Reihe von Fehlentscheidungen getroffen, deren spaltende Konsequenzen heute für jedermann ersichtlich sind. Die EU stellt sich deshalb heute als überdehntes und dadurch in vielerlei Hinsicht anfälliges politisches Konstrukt dar. Will Europa in Zukunft handlungsfähig sein, so muss sich das ändern. Bloss: wie?

Mehr Flexibilität!, meint Politikwissenschafter Herfried Münkler.
Mehr Geschichtsbewusstsein!, meint Kulturwissenschafterin Aleida Assmann.
Mehr «Plan C»!, meint Ökonom Michael Wohlgemuth.
Mehr Reform von unten!, meint Kunstwissenschafter Jörg Scheller.
Mehr Perspektive!, meint der ehemalige britische Aussenminister Lord David Owen.
Weniger Nationalismus und Sozialismus!, meint Ökonomin Deirdre McCloskey.
Wenig Hoffnung!, meint Politikwissenschafter Dieter Freiburghaus.

Ein erhellendes Vergnügen wünscht:

Die Redaktion

«Unverzichtbare Lektüre:
eine intellektuelle Zündkerze, die das
Weiterdenken in Gang bringt.»
Wolf Lotter, Autor und Mitgründer von «brand eins»,
über den «Schweizer Monat»