Engagieren Sie sich!

Neues zum StrategieDialog21

Freiheit ist im 21. Jahrhundert Freiwilligkeit – oder sie ist nicht. Diese These hat René Scheu jüngst in seinen «Scheuklappen» formuliert (November 2013). Im Wohlfahrtsstaat müsse man nicht mehr tun, was man nicht wolle. Man sei mithin frei, aus dieser Freiwilligkeit heraus etwas Neues zu entwickeln und sich neu zu belasten. Damit verbunden wäre die Chance, Freiheit im Rahmen der aktuellen gesellschafts- und sozialpolitischen Gegebenheiten neu zu definieren: als konkretes, unternehmerisch motiviertes Vorhaben.

Aus solch freiwilligem Engagement ist der StrategieDialog21 (SD21) entstanden. Dabei stützt sich der SD21 auf die in der Bundesverfassung niedergelegten freiheitlichen Werte, wie sie in der Präambel zum Ausdruck kommen: «Frei ist nur, wer seine Freiheit gebraucht.» Inwieweit dieses Vorhaben zu einem neuen Begriff der Freiheit oder gar einer Renaissance des Liberalismus beiträgt, wird die Zukunft zeigen. Es bleibt jedoch anzuerkennen, dass Begrifflichkeiten und Etikettierungen traditioneller liberaler Sichtweisen heute politisch überholt sind und bei vielen nicht mehr ankommen. Der SD21 begreift sich darum als zivilgesellschaftliches Experiment.

Der strategische Orientierungsbedarf steigt täglich. Die freiheitlichen Werte und die rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen der Schweiz verstehen sich nicht mehr von selbst. Und damit auch der Wohlstand unseres Landes nicht mehr. Denn dieser fusst auf staatlicher Rechtssicherheit, unternehmerischer Innovationskraft und natürlich engagierten Mitarbeitern und Bürgern. Die Ironie des Schicksals besteht nun darin, dass just dieser Wohlstand bedroht ist, weil er nicht mehr verstanden wird, und jene Institutionen und Qualitäten zum Spielball der Politik werden, die ihn überhaupt erst ermöglicht haben. Wie lange kann unter solchen Prämissen der Begriff der Freiwilligkeit noch Bestand haben?

Was tun? Ich habe in meinen vorhergehenden Artikeln (Oktober 2012/Juli 2013) bereits berichtet, wie ein praktikabler Ansatz aussehen könnte: mit einer Plattform von Bürgern, die Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen, für Bürger, die sich im Sinne einer strategischen Justierung der Schweiz engagieren wollen, dies aber nicht in den existierenden Parteien, Vereinen und Gruppierungen tun möchten.

Ein erster Schritt war die Gründung der Förderstiftung StrategieDialog21 im Oktober dieses Jahres. Der SD21 versteht sich als Dialogplattform mit Fokus auf eidgenössisch-freiheitliche Werte und daraus abgeleiteten Impulsen für die Schweiz. Die Plattform will mit anderen Organisationen wie foraus, Liberales Institut, Avenir Suisse, SuccèSuisse und Hochschulen zusammenarbeiten, die sich ebenfalls zum Ziel gesetzt haben, die Selbstverständigung über die Schweiz zu vertiefen. Der die Stiftung initial finanzierende Beirat besteht aus Carolina Müller-Möhl, Hans Altherr, Georges Bindschedler, Ulrich Zwygart und mir als Initianten. Einem zusätzlichen Kreis weiterer Mitinitianten, der als Sounding Board agiert, gehören Konrad Hummler, René Scheu und Markus Spillmann an. Die Geschäftsführung besorgt Nathaly Bachmann Frozza.

Wir bieten unternehmerisch denkenden Bürgern und Verant­wortungsträgern mit dem SD21 ein Forum, um die öffentliche Debatte zu prägen, sich untereinander auszutauschen und für gemeinsame Anliegen einzusetzen. Der SD21 fokussiert auf die Schwerpunktthemen Wirtschaftsfreiheit, Bildungsfreiheit und soziale Kohärenz/Stabilität.

Wir laden alle Interessierten ein, die das Grundanliegen der Initiative teilen, sich einzubringen. Erste Programmpunkte werden Anfang 2014 kommuniziert. Wir bieten Ihnen eine Perspektive. Als Gegenleistung erwarten wir persönliches bzw. finanziel­les Engagement und «walk the talk».

Engagieren Sie sich!

 


 

Weiteres erfahren Sie unter: www.strategiedialog21.ch

Haben Sie Anregungen oder Fragen?Schreiben Sie uns an nathaly.bachmann@strategiedialog21.ch oder an jobst.wagner@strategiedialog21.ch

«Sympathisch elitär, aber nie hochnäsig!
Die Kollegen beim MONAT wissen,
dass der liberalen Haltung ein Schuss Ironie gut bekommt.»
Rainer Hank, «FAZ»-Kolumnist,
über den «Schweizer Monat»