Emmys, Bitcoin und «The Fountainhead»

Auch die zweite Staffel der Serie «Ted Lasso» überzeugt – als leichtfüssige TV-Unterhaltung am Rand des Fussballfelds.

Emmys, Bitcoin und «The Fountainhead»
Der Trainerstab des AFC Richmond mit Ted Lasso (zweiter von links). Bild: Apple TV+

Soeben ist die zweite Staffel von Ted Lasso, der bisher erfolgreichsten Serie des Streamingdienstes Apple TV+, zu Ende gegangen. Wiederum erzählte die Staffel von einer Saison des fiktiven Londoner Fussballclubs AFC Richmond. Im Zentrum steht der aus den USA eingewanderte Trainer Ted Lasso. Mit Optimismus und positiven Botschaften versucht er, sein Team zum Erfolg zu führen.

Die erste Staffel wurde kürzlich mit insgesamt 7 Emmys ausgezeichnet. Unter anderem erhielt Hauptdarsteller Jason Sudeikis (Ted Lasso) einen Preis, ebenso wie Nebendarsteller Brett Goldstein, der den ehemaligen Captain Roy Kent spielt, der sich als TV-Experte und Co-Trainer versucht.

Ein weiterer Neuzugang im Staff von Richmond ist die Teampsychologin Sharon Fieldstone (Sarah Niles). Ihr vertraut Lasso einmal an, dass sein Lieblingsbuch der objektivistische Klassiker «The Fountainhead» von Ayn Rand sei. Leider wird im Verlauf der Staffel nicht wirklich erklärt, was hinter dieser Vorliebe steckt.

Ebenfalls spannend ist eine Bitcoin-Referenz im Staffelfinale: Der Vater eines Spielers spricht am Telefon über glückliche Wendungen im Leben: «Das Universum hat mich stets auf den rechten Pfad geführt», sagt er. «Das Universum hat mir gesagt, deine Mutter zu heiraten und schon 2009 Bitcoin zu kaufen. 2009!»

Die meisten Folgen bieten eine sehr unterhaltsame Mischung aus Charakterentwicklung, Humor, Wortspielen und Emotionen. Einige überdrehte Folgen – wie die Weihnachtsschmonzette in Episode 4 – tragen etwas gar dick auf. Und gegen Ende der zweiten Staffel wird ein Charakter überraschend als Bösewicht dargestellt, was der Serie eine neue Wendung gibt. Insgesamt aber bietet «Ted Lasso» weiterhin hochstehende und erfreuliche TV-Unterhaltung. (dj)

«Der Entkalker fürs Hirn:
Nicht links, nicht rechts –
einfach intelligent!»
Dominik Imseng,
Managing Partner bei smartcut consulting,
über den «Schweizer Monat»