Eidgenossenschaft: Realitätscheck

Wider die Selbstzufriedenheit

Der Schweiz geht es hervorragend: ihre Bürgerinnen und Bürger sind mehrheitlich gut ausgebildet, produktiv und engagieren sich obendrein noch freiwillig für Land und Leute. Ein echtes Paradies also, das laut landläufiger Meinung bloss vom starken staatlichen Spardruck, der Zuwanderung, der enormen Baudichte und der zunehmenden Ungleichheit bedroht wird. Oder nicht?

Richtig ist: der Schweiz geht es (im Vergleich) gut. Allerdings: im Bildungssystem tun sich Abgründe zwischen Berufslehre und Akademisierungsemphase auf, die politischen Leitplanken engen auch hierzulande das produktive Potential der Bürger mehr und mehr ein – und selbst das gute alte, vielzitierte und allseits beliebte Milizsystem hat (jenseits der Sonntagsreden) schon deutlich bessere Tage gesehen. Ein Paradies sieht, näher betrachtet, anders aus. Aber immerhin: kaputtgespart wird es von Staats wegen derzeit kaum, die Zuwanderung kompensiert politische Fehlentscheide kreativ, Dichte erweist sich zunehmend als Lösung, nicht als Problem – und auch wer vom «sozialen Zündstoff» der Ungleichheit redet, sollte definitiv noch einmal über die ideologischen Bücher gehen.

Sie verstehen nun angesichts dieser scheinbaren Widersprüche die Welt nicht mehr? Dann lesen Sie die unbequemen «Realitätschecks» unserer Autoren auf den folgenden Seiten – es sind wahre Augenöffner.

Die Redaktion

«Ein Sprudelbad fürs Hirn!»
Monique Bär, Philanthropin und Gründerin der Arcas Foundation,
 über den «Schweizer Monat»