Editorial

«Das Magazin erschlägt uns zuverlässig. Monat für Monat!» Ein Satz, den ich in dieser oder ähnlicher Form oft zu hören bekomme. Ich verstehe ihn als Lob. Denn unsere Leser gehören in Wirtschaft, Politik und Kultur zu den mentalen Spitzensportlern – kurz: zu jenen, die sich nicht so leicht erschlagen lassen. Anderseits verbirgt sich im Statement […]

«Das Magazin erschlägt uns zuverlässig. Monat für Monat!» Ein Satz, den ich in dieser oder ähnlicher Form oft zu hören bekomme. Ich verstehe ihn als Lob. Denn unsere Leser gehören in Wirtschaft, Politik und Kultur zu den mentalen Spitzensportlern – kurz: zu jenen, die sich nicht so leicht erschlagen lassen.

Anderseits verbirgt sich im Statement aber auch eine sanfte Form der Kritik, die wir ernst nehmen. Die geballte monatliche Ladung unserer Autorenbeiträge gibt zu beissen. Die Frage ist berechtigt: Ist weniger womöglich mehr? – Keine Sorge, wir haben nicht vor, unsere Seiten auszudünnen, wie das andere Titel aufgrund der schwierigen Ertragslage in der Printmedienbranche gerade tun. Auch in Zukunft gilt das Credo: zuerst die Inhalte, dann die Inhalte – und dann die Inhalte. Doch wollen wir Ihnen den Gang durch die reiche Ideenwelt unserer Autoren erleichtern. Darum haben wir das Layout drei Jahre nach dem Relaunch sanft aufgefrischt. Der Zugang zu den Themen ist direkter, die Gliederung des Magazins klarer, die Gestaltung grosszügiger, die Redaktion tritt stärker in Erscheinung. Am Wegrand Ihrer Lesereise wartet neu auch mal eine kleine Überraschung auf Sie – ein Aperçu, eine Beobachtung, ein Gedankensplitter, ein Seitenhieb. Bei aller Ernsthaftigkeit der Reflexion, die wir bieten: Lachen und Liberalismus haben mehr gemeinsam als den Anfangsbuchstaben – es geht um eine souveräne Einstellung zum Leben!

Frank Bodin, «Monat»-Abonnent und Spitzenwerber, hat den Claim gedichtet, der perfekt zu uns passt: leider anspruchsvoll. Mehr dazu auf S. 12 & 13.

Und ganz wichtig – am 25. März veranstalten wir einen Abend der offenen Tür und stehen Ihnen in unseren neuen Räumlichkeiten Red und Antwort. Besuchen Sie uns! Mehr erfahren Sie auf S. 91.

Anregende Lektüre!

 

René Scheu, Herausgeber & Chefredaktor

«Der beste Journalismus ist der,
den man liest, obwohl einen das Thema bis dahin gar nicht interessiert hat.
Beim MONAT passiert mir das ständig.»
Niko Stoifberg, Schriftsteller und Redaktor bei «getAbstract», über den «Schweizer Monat»