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Editorial

Kluge Lektüre allein genügt nicht. Deshalb haben wir uns vorgenommen, Sie, liebe Leserinnen und Leser, in jeder Ausgabe noch stärker zu überraschen. Mit einem guten Themenmix. Mit qualifizierten Gegensichten, die zum Nachdenken einladen. Und mit Autoren und Interviewpartnern, die nicht nur etwas zu sagen haben, sondern dies auch in souveräner Klarheit tun. Mit der Investorin […]

Kluge Lektüre allein genügt nicht. Deshalb haben wir uns vorgenommen, Sie, liebe Leserinnen und Leser, in jeder Ausgabe noch stärker zu überraschen. Mit einem guten Themenmix. Mit qualifizierten Gegensichten, die zum Nachdenken einladen. Und mit Autoren und Interviewpartnern, die nicht nur etwas zu sagen haben, sondern dies auch in souveräner Klarheit tun.

Mit der Investorin Carolina Müller-Möhl wollte ich eigentlich über ziviles Engagement und Philanthropie reden. Daraus entwickelte sich ein Streitgespräch über das moderne Verständnis weiblicher Wahlfreiheit. Die Kontroverse entzündete sich an der Frage: Ist es wirklich Aufgabe des Staates, eine Betreuungsinfrastruktur für Kinder zu finanzieren? Der offene Schlagabtausch hat beiden Spass gemacht. Er beginnt auf S. 14.

Rudolf Wehrli, Verwaltungsratspräsident von Clariant, promovierter Philosoph und Theologe, wagt sich an ein heisses Eisen. Seine These: Die im Zuge der Minder-Initiative vielgepriesene Aktionärsdemokratie gibt es nicht. Sie ist in Wahrheit eine Aktionärsoligarchie, in der Manager, Verwalter und selbsternannte Interessenvertreter das Sagen haben. Mehr Klärendes ab S. 23.

Wir alle sind heute informatische Menschen, die an der Schnittstelle von realer und virtueller Welt operieren, ob wir wollen oder nicht. Doch haben wir die Wahl, Befehlsgeber oder Befehlsempfänger zu sein. Den Chancen und Grenzen der Informatik haben wir ein eigenes, von Florian Rittmeyer betreutes Dossier gewidmet. Mehr von Miriam Meckel, Elgar Fleisch, Rolf Pfeifer u.a. ab S. 43.

Der Kulturteil dieser Ausgabe steht im Zeichen des Films. Damit dabei niemand in die Röhre guckt, rollen wir zwei besonderen Autoren den roten Teppich aus: Christian Kracht und Tom Kummer. Ersterer hat mit seiner Frau, der Regisseurin Frauke Finsterwalder, das Drehbuch zum preisgekrönten Film «Finsterworld» geschrieben, der am Zurich Film Festival Premiere feierte. Wir präsentieren ab S. 72 einen exklusiven Vorabdruck aus dem Drehbuch. Premiere im «Monat» feiert auch Journalist Tom Kummer, Weggefährte Krachts bei der Zeitschrift «Tempo». Er erinnert sich ab S. 80 an die schwersten Stunden Sean Penns.

Eine letzte Bemerkung in eigener Sache. Unsere beiden Autoren Nassim Nicholas Taleb und Rolf Dobelli haben sich in einen Disput über die Kunst des Zitierens verstrickt. Talebs Anschuldigungen haben sich als Sturm im Wasserglas erwiesen. Die Fachleute sind sich einig: Für ein populäres Sachbuch, worum es sich bei Dobellis Buch handelt, wurde korrekt zitiert. Wäre es eine  Dissertation gewesen, hätte eine Handvoll Zitate gefehlt. Fest steht: Beide denken klar und schreiben hervorragende Bücher. Wir publizieren darum weiterhin gerne Texte aus der Feder der beiden Schnelldenker.

Anregende Lektüre! 

René Scheu

Herausgeber 

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