Editorial

Ein Abschied zunächst. Nach dreissigjähriger Tätigkeit als Redaktionsassistentin hat Regula Niederer die Schweizer Monatshefte Ende Juli verlassen. Was sie im Lauf der Zeit an Fleiss, an Erfahrung und Wissen eingebracht hat, lässt sich nicht nur, aber auch an einer Zahl festmachen: unter verschiedenen Redaktionsteams hat sie über dreihundert (!) Ausgaben mitbetreut und gehört damit untrennbar zur Geschichte unserer Publikation. Wir danken Regula sehr herzlich für ihr langjähriges Engagement und wünschen ihr alles Gute für die kommende Zeit.

Ein doppeltes Willkommen sodann. Seit einigen Wochen führt Maria Angela Algar das Back-Office der Schweizer Monatshefte und besetzt damit gewissermassen das Nervenzentrum unseres Kleinbetriebs. Die neue Redaktionsassistentin ist Kunsthistorikerin und Sinologin. Nicht nur wird sie uns bei der Heftproduktion im weitesten Sinne unterstützen und dabei die Terminplanung im Auge behalten, sondern stets auch ein offenes Ohr haben für Anfragen und Bitten der Leser- und Autorenschaft.

Hanne Knickmann wird künftig die Bereiche PR & Marketing betreuen. Die Buchhändlerin und Literaturwissenschafterin hat 2003 in Darmstadt das «Büro für Branchenkommunikation. Buch, Literatur, Wissenschaft» gegründet und sich, als Dienstleisterin für wissenschaftliche und literarische Einrichtungen und Verlage, auf den Dialog mit einer Leserschaft spezialisiert, die mehr sucht als den Mainstream der breiten Medien. Mit ihrer Hilfe und Mitarbeit in der Zürcher Redaktion werden wir die Präsenz der Schweizer Monatshefte weiter ausbauen und Sie, unsere Leserinnen und Leser, vielleicht schon bald zu eigenen Anlässen und Heft-Vernissagen begrüssen dürfen.

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Das Dossier dieses Hefts befasst sich mit jenem Projekt des Europäischen Rats, das zu Beginn dieses Jahrtausends in Lissabon lanciert worden ist und das die EU innerhalb von zehn Jahren in den «wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt» verwandeln wollte. Bereits nach fünf Jahren wurde jedoch beschlossen, die ursprünglichen Ziele fallen zu lassen. Ein vom Schweizer Think-Tank «Avenir Suisse» und dem Institut für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig in Zermatt veranstaltetes Symposium hat sich im August dieses Jahres mit Abschnitten dieses im Hinblick auf ähnliche Projekte lehrreichen Enttäuschungsprozesses befasst; die wichtigsten Erkenntnisse sind hier versammelt.

«Die Zeitschrift für unabhängige
und selbstverantwortliche Individuen!»
Werner Kieser, Unternehmer,
über den «Schweizer Monat»