Editorial

Marc Faber gilt als Apokalyptiker unter den Deutern der Weltwirtschaft. Die Krisen der letzten Jahre hat er kommen sehen, nun prognostiziert er ohne Sentimentalität kommende Depressionen und Konflikte. Aber Faber, der in Wirtschaftsgeschichte promoviert wurde, kann auch anders. In Zürich haben wir einen aufgeräumten und fast schon ironischen «Dr. Doom» getroffen. Im grossen Gespräch erläutert […]

Marc Faber gilt als Apokalyptiker unter den Deutern der Weltwirtschaft. Die Krisen der letzten Jahre hat er kommen sehen, nun prognostiziert er ohne Sentimentalität kommende Depressionen und Konflikte. Aber Faber, der in Wirtschaftsgeschichte promoviert wurde, kann auch anders. In Zürich haben wir einen aufgeräumten und fast schon ironischen «Dr. Doom» getroffen. Im grossen Gespräch erläutert er, wie man auch in ungewissen Zeiten gut schläft. Das Gespräch bildet den Auftakt zu einem Dossier, in dem wir uns mit dem modernen Zentralbankwesen auseinandersetzen: Geld regiert die Welt. Doch wer regiert das Geld?

Paul Romer gehört zu den renommiertesten Ökonomen der USA. Nun hat er die Theorie gegen die Praxis getauscht und sieht die Zeit gekommen, neue Stadtstaaten auf der ganzen Welt zu gründen. Die Regierung in Honduras hat dem Projekt bereits ihre
Zustimmung gegeben. Lesen Sie im Gespräch, wie Romer auch die Schweiz involvieren will.

Täglich konsumieren wir in Echtzeit Nachrichten aus aller Welt: Fukushima, Libyen, Kairo, Palästina, Tunesien, Lampedusa. Uns schwirrt der Kopf. Und auch jene, die filmen und schreiben, verlieren zunehmend den Überblick. Wir erleben eine Kernschmelze des Journalismus, schreibt der Publizist René Zeyer.

Wir wollen das neue Magazin stärker als Debattenzeitschrift profilieren. Den Anfang macht der junge Ökonom Fabian Schnell mit einem Essay zum grassierenden Neoetatismus. Welches sind die Kernaufgaben, wo sind die Grenzen des Staates? Die Replik von Unia-Gewerkschafter Andreas Rieger folgt in der kommenden Ausgabe.

«Freiheit ist alles» heisst das neue Programm des deutschen Kabarettisten und Physikers Vince Ebert. Er sagt: wir wissen nicht einmal, wie Katzen schnurren, haben aber kein Problem damit, die Welt vor dem Klimawandel retten zu wollen. Im Gespräch
erklärt er, warum die Welt auch ohne Weltverbesserer immer besser wird.

Ab sofort tauchen wir richtig in die Tiefen der Kunstwelt ein. Johannes Hedinger, selbst Künstler und Kunsthistoriker, führt für uns ein Jahr lang Interviews mit Künstlern, Sammlern, Galeristen, Kuratoren und anderen interessanten Figuren aus dem Kunstbetrieb. HR Giger macht  den Auftakt und sagt, «was die Kunst so macht».

«Der beste Journalismus ist der,
den man liest, obwohl einen das Thema bis dahin gar nicht interessiert hat.
Beim MONAT passiert mir das ständig.»
Niko Stoifberg, Schriftsteller und Redaktor bei «getAbstract», über den «Schweizer Monat»