Editorial

«The most serious mistakes are not being made as a result of wrong answers. The true dangerous thing is asking the wrong question.»

Peter Drucker

Von «Digitalisierung» reden ist einfach. Sie voranzutreiben, gerade in kleinen Unternehmen, gestaltet sich aber ungleich schwieriger. Bei uns hat die komplette Renovation unserer zehn Jahre alten digitalen Infrastruktur, vom Redaktionssystem bis zum letzten Komma im neuen Abo-Shop, zwei Jahre gedauert. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können ab Oktober die Vorteile unserer neuen Website geniessen – sie ist nicht nur schneller und übersichtlicher geworden, sondern endlich auch Social-Media-optimiert. Von der grössten Baustelle allerdings, der digitalen Umstrukturierung unserer Arbeitsprozesse, sehen Sie auf schweizermonat.ch gar nichts: Alte Zöpfe wurden abgeschnitten, bei einzelnen Produktionsschritten erreichen wir Effizienzgewinne von über 50 Prozent. Jenseits sinkender Kosten hat das einen zentralen Vorteil – mehr Ressourcen für die Inhalte.

«Print oder Online?» erwies sich also als die falsche Frage. Etwas bewegt hat: «Was kann Online besser als Print?» Unsere Antwort: Ideen und Inhalte verteilen! Klar: den «Monat» verschenken, das konnten Sie immer schon. Nun können unsere Abonnenten einzelne Texte aber auch digital an Freunde, Kollegen und Bekannte weiterleiten, exklusiv freischalten – und dazu will ich Sie an dieser Stelle ungeniert anhalten! Wie oft bekam ich Post mit der Bemerkung: «Mehr Leute sollten Ihre Zeitschrift lesen!» Ab sofort ist es auch an Ihnen, der «publizistischen Stimme des Liberalismus im Land» (so Baschi Dürr, einer unserer fünf neuen Online-Kolumnisten) unmittelbar mehr Gehör zu verschaffen!

Wir haben die entsprechenden Angebote dazu erweitert, denn es wurde Zeit für neue Aboformate, die sich an eine hochmobile, mitunter auch dezidiert jüngere Zielgruppe richten. Klar ist: von jungen, intelligenten und zupackenden Menschen, die nicht nur kritisch denken, sondern auch lesen, hängt die Zukunft unserer freiheitlichen Gesellschaften ab – und damit auch die gesamte Publizistik.

Mein herzlicher Dank gebührt all jenen, die dieses Projekt mit uns an den Start gebracht haben: den Förderern unserer Zeitschriften, der Agentur Palasthotel und unserem Datenbankprovider edp. Vor allem aber unserem Onlinestrategen Thom Nagy, der das Konzept erarbeitet und allen Beteiligten streng über die Schultern geschaut hat! Thom hat seine Arbeit getan, er wird den Verlag deshalb auf 2019 verlassen, was ich sehr bedaure. An seine Stelle tritt Katja Schönherr, die bereits seit August Teil unseres Teams ist und die neue digitale Basis strategisch weiterentwickeln will. Willkommen, Katja!

Viel Freude nun beim Entdecken unseres neuen Onlineangebots und seiner Inhalte!