Editorial

Liebe Leser

Seit der Annahme der Anti-Minarett-Initiative wird viel über christliche Werte debattiert. Brauchen wir tatsächlich eine christliche Leitkultur, wie nun viele angesichts der islamischen Herausforderung wollen? Mehr darüber, wie weit Religionsfreiheit gehen soll, lesen Sie ab S. 14 von zwei evangelisch-reformierten Pfarrern. – Und wie weit ist Freiheit überhaupt zumutbar? Ein Streitgespräch mit dem Soziologen Wolfgang Sofsky (S. 42 ff.).

Täglich lesen wir von Bedeutung und Zukunft des «Finanzplatzes Schweiz». Nur wenige wissen, dass es auch einen Stiftungsstandort Schweiz gibt. Er ist dabei, sich als einer der innovativsten europaweit zu positionieren. Grund genug, ihm ein Dossier zu widmen (S. 19 ff.).

China ist für viele im Westen das gelobte Land: Aussicht auf Wirtschaftswachstum, auf neue Märkte, auf Renditen. Wie nachhaltig ist diese Entwicklung? Dem deutschen Ökonomen Joachim Starbatty zufolge stehen China die neuen Krisen erst noch bevor. Anders sieht dies Buchautor Urs Schoettli: die Chinesen würden uns «schlaffe Europäer» bald überholen. (S. 48 ff)

Von überall sind Klagen zu hören, die Buchkritik werde immer weniger gepflegt. Nicht so bei uns. Seit drei Jahren besprechen wir in jeder Ausgabe Bücher von Schweizer Autoren – Belletristik, Lyrik und Sachbuch. Lesen Sie neue Rezensionen in der vierundzwanzigsten Folge der «Schweizer Autoren in Kurzkritik» (S. 52 ff.).

Zwei neue Mitarbeiter werden unser Team ergänzen. Barbara Dieth wird künftig die Administration leiten, der Historiker Florian Rittmeyer die Redaktion unterstützen. Wir heissen beide herzlich willkommen.

Suzann-Viola Renninger & René Scheu

«MONAT für MONAT
eine sinnvolle Investition.»
Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
über den «Schweizer Monat»