Editorial

«Firmen, auf ins Ausland!» Die Exporte vor allem auch der kleinen und mittleren Unternehmen leisten einen entscheidenden Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz. Mit beinahe 50 Prozent hat diese weltweit einen der höchsten Anteile des Aussenhandels am Bruttoinlandprodukt. Dafür, dass auch in Zukunft neue Märkte erschlossen werden können, engagiert sich die Commercial Diplomacy. Was von […]

«Firmen, auf ins Ausland!» Die Exporte vor allem auch der kleinen und mittleren Unternehmen leisten einen entscheidenden Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz. Mit beinahe 50 Prozent hat diese weltweit einen der höchsten Anteile des Aussenhandels am Bruttoinlandprodukt. Dafür, dass auch in Zukunft neue Märkte erschlossen werden können, engagiert sich die Commercial Diplomacy. Was von ihr erwartet wird und welche Veränderungen in der Ausrichtung der diplomatischen Vertretungen gegenwärtig diskutiert werden, lesen Sie in unserem Dossier ab S. 19.

Der neue aussenpolitische Bericht des Bundesrats ist in der Rhetorik des Sowohl-als-auch abgefasst: Bilateralismus, aber auch EU-Beitritt als «Option für die Schweiz». Beides ist kritisch. Der Unternehmer Radu Golban fragt sich, was uns eigentlich, ökonomisch gesehen, die bilateralen Abkommen über Personenfreizügigkeit gebracht haben (S. 14). Und der Ökonom Charles Blankart zeigt die Gefahr für den Zusammenhalt der EU auf, die von den überschuldeten Staaten ausgeht (S. 6 ff.). Die EU-Debatte rollt wieder an. Wir bleiben dran – mehr in der nächsten Ausgabe.

Überhaupt die Staaten. Je höher die Verschuldung, desto dreister der Zugriff auf den Bürger und den Steuerzahler. Die USA leisten hier gleichsam Pionierarbeit und sind dabei, ihren Steuergesetzen auf der ganzen Welt Nachdruck zu verschaffen. Mehr von Banquier David Zollinger auf S. 9 ff.

Der Mensch sei eine katastrophale Fehlkonstruktion, die dringend der Wartung bedürfe. So sieht es der Unternehmer Werner Kieser, dessen Krafttraining inzwischen in über 150 Studios angeboten wird. Bisher hat er bloss rund 300’000 Kunden, doch irgendwann, so hofft er, wird Kieser Training so selbstverständlich sein wie Zähneputzen (S. 40 ff.).

Und wie immer kommen auch Lyrik und Literatur nicht zu kurz. Eingeführt durch den Germanisten Malte Fues, finden sich ab S. 46 Gedichte von Felix Philipp Ingold. Darauf folgt die zwanzigste Folge unserer «Schweizer Autoren in Kurzkritik».

Suzann-Viola Renninger & René Scheu

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