Editorial

Liebe Leserinnen und Leser

Von Winston Churchill ist das Bonmot überliefert, die Demokratie sei die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von allen anderen. Wir nehmen ihn beim Wort. Die jüngsten Abstimmungen in der Schweiz sind uns Anlass, kritisch über unsere Demokratie nachzudenken: in den Gedankensplittern auf S. 6, im Gespräch mit dem Anarchokapitalisten Hans-Hermann Hoppe ab S. 46 und im Beitrag des Germanisten Wolfram Malte Fues ab S. 16.

Kein Land zahlt für seine Immigranten pro Kopf mehr als Deutschland. Doch warum, fragt sich Gunnar Heinsohn, getraut sich niemand, dieses Engagement als das zu loben, was es ist: Entwicklungshilfe? Wir haben den streitbaren deutschen Soziologen in Zug getroffen. Lesen Sie ab S. 8 das brisante Gespräch über westliche Gesellschaften, die an den ökonomischen, demographischen und sozialen Realitäten konsequent vorbeileben.

Sag mal, wie hältst du’s mit der EU? Es ist eine der helvetischen Schicksalsfragen, die das Land seit dem Nein des Stimmvolkes zum EWR-Beitritt im Jahre 1992 in Bann hält. Seit Jahr und Tag schreiben in den «Schweizer Monatsheften» Autoren mit spitzer Feder zu diesem Thema. Nun haben wir zusammen mit dem Thinktank Avenir Suisse die Debatte neu belebt. Mehr im Dossier ab S. 19.

Die Jugend hinter Klostermauern, das Studium im mauerumschlossenen Westberlin. Dem Schriftsteller Thomas Hürlimann hat diese Erfahrung geholfen, immer einen Ausgang zu finden – und zu schreiben, wie nur er es kann. Diesen Dezember feiert er seinen 60. Geburtstag. Lesen Sie mehr ab S. 52.

Suzann-Viola Renninger & René Scheu

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Werner Kieser, Unternehmer,
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