Die Tunnel

Palästinenser graben in die eine, Israelis in die entgegengesetzte Richtung. Was passiert, wenn sie in der Mitte aufeinandertreffen?

 

Was tun, wenn eine hohe Mauer den Weg zum Ziel versperrt? Ganz einfach: einen Tunnel graben! Oder wie es in der neusten Graphic Novel der israelischen Comiczeichnerin Rutu Modan der Fall ist: zwei Tunnel. Der eine führt von Israel unter der Sperranlage in palästinensisches Gebiet, der andere parallel dazu in entgegengesetzte Richtung. Wie es nicht anders kommen kann, treffen sich die beiden Parteien in der Mitte.

Das eine Team setzt sich aus den palästinensischen Brüdern Mahdi und Zuzu zusammen, die einen Schmugglertunnel nach Israel graben wollen. Das andere Team aus Nili, der Hauptfigur, ihrem Bruder Broshi und einer Gruppe von Siedlern. Nili ist die Tochter eines berühmten Archäologen, den sie schon als Kind auf seine Grabungen begleitet hat. Der Vater ist unterdessen im Orkus des Vergessens verschwunden – einerseits hat er sein Gedächtnis durch eine Krankheit verloren und andererseits hat sein Rivale seine wissenschaftlichen Errungenschaften sich zu eigen gemacht. Als eine alte Tontafel in die Hände des Rivalen zu fallen droht, auf der die Lage der Bundeslade festgehalten sein soll, macht sich Nili auf, die heilige Truhe vor diesem zu finden. Doch wo soll die Bundeslade liegen? Ausgerechnet in palästinensischem Gebiet hinter der Sperranlage.

In «Die Tunnel» kommen alle ihre Stimmen zu Wort – Palästinenser, Siedler, Religiöse, Soldaten – und ihre Ansichten werden gleichermassen demaskiert. Modan erzählt vom Alltag der israelischen Gesellschaft und Kultur und begegnet der festgefahrenen Situation mit Humor und Satire.…

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Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
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