Die Trennung

Die Trennung

Eine ungeschönte Episode aus dem Leben eines Manga-Zeichners im Nachkriegsjapan: Vom Scheitern, Entzweien und dem Versuch, unter widrigen Umständen Boden unter die Füsse zu bekommen.

 

Yoshiharu Tsuge, 1937 in Tokio geboren, gilt als einer der bedeutendsten Manga-Zeichner ­Japans. Ab Mitte der 1950er Jahre schuf er eigene Comics und ­erfuhr 1968, mit der Publikation seiner Kurzgeschichte «Nejishiki», erstmalig grössere Aufmerksamkeit und Anerkennung. ­Obwohl seine nachfolgenden Arbeiten als wegweisend und einflussreich gerühmt und manche davon verfilmt sowie als Videospiele adaptiert wurden, hat sich Tsuge, der bis dahin ohnehin schon für seine Öffentlichkeitsscheu bekannt war, gänzlich aus dem Geschäft zurückgezogen und seit 1987 keinen Manga mehr vorgelegt.

Nach «Rote Blüten» (2019) und «Der nutzlose Mann» (2020) erscheint im Herbst 2021 mit «Yoshios Jugend» der dritte Band des einstigen Mangaka bei Reprodukt in Berlin. Darin findet sich auch die Kurz­geschichte «Die Trennung», die wir auf den folgenden Seiten auszugsweise als ­Vorabdruck bringen. Sie vermittelt einen Eindruck von Tsuges Stil, der von autobiografischen Elementen geprägt war und das Leben vom Alltag bis zum Zwischenmenschlichen auf eher ­düstere, bisweilen verzweifelte Weise schilderte – und zudem häufig auf eine Weise, die heutige Sehgewohnheiten herausfordert und gegenwärtige Konventionen provoziert.

In Japan wird von rechts nach links gelesen. Scrollen Sie daher bis zum Ende des nachfolgenden Dokumentes und ­lesen Sie den Comic zurück bis zum Beginn auf Seite 1. Die Bilder und Sprech­blasen werden von rechts oben nach links ­unten gelesen.

Lesen Sie den Vorabdruck hier.


«Yoshios Jugend» von Yoshiharu Tsuge erscheint voraussichtlich am 1. Oktober 2021 bei Reprodukt in Berlin. Aus dem Japanischen von Nora Bierich, Lettering von Sebastian Koch, Font von Michael Hau. Der Vorabdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

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Dominik Imseng,
Managing Partner bei smartcut consulting,
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