Der «Monat» lebt – und wie!

«Freiheitlich, sachlich, mit Lust an der Debatte» – so habe ich den «Monat» vor drei Jahren in meinem Editorial anlässlich der Neulancierung unseres Magazins beschrieben. Ich finde die Charakterisierung unverändert zutreffend. Wir haben unser Profil seither erfolgreich geschärft. «Freiheitlich»: Wir biedern uns nicht an etatistische Modeströmungen an, sondern sind mit unseren Autoren auf der Suche […]

«Freiheitlich, sachlich, mit Lust an der Debatte» – so habe ich den «Monat» vor drei Jahren in meinem Editorial anlässlich der Neulancierung unseres Magazins beschrieben. Ich finde die Charakterisierung unverändert zutreffend. Wir haben unser Profil seither erfolgreich geschärft.

«Freiheitlich»: Wir biedern uns nicht an etatistische Modeströmungen an, sondern sind mit unseren Autoren auf der Suche nach Ideen und Lösungen, die sich aus einer stolzen, ebenso weiten wie tiefen ideengeschichtlichen Tradition ableiten – dem Liberalismus, der mit der schottischen Aufklärung im 17. Jahrhundert begann und im 20. Jahrhundert zu Unrecht in Vergessenheit geriet.

«Sachlich»: Wir liefern keine forcierte Polemik, sondern arbeiten an einem intellektuell redlichen und anschlussfähigen Diskurs, der den mündigen Leser ernst nimmt.

«Lust an der Debatte»: Wir konfrontieren unsere Ideen immer wieder mit den Meinungen jener, die die Dinge anders sehen als wir – das ergibt je­­­nes intellektuelle Knistern, das Sie, liebe Leser, von uns erwarten dürfen.

Und neuerdings würde ich noch ein weiteres Prädikat hinzufügen: «über­raschend». Wir wollen Sie zusammen mit unseren Autoren auch mal auf unterhaltsame Abwege führen. Kein Infotainment, Gott bewahre, nein, es geht um Anekdoten, Aperçus, Aphorismen – kurz, um die schwierige Kurzform, die Ihnen zwischendurch einen Moment der Entspannung oder Erheiterung bietet.  Auch jene, die nicht immer ein ganzes Wochenende in die Lektüre des «Monats» investieren können, sollen auf ihre Rechnung kommen. Es bleibt dabei: Wir sorgen dafür, dass Ihre wertvolle Lesezeit gut investiert ist, und liefern Ihnen Lesestoff, der unter die Oberfläche geht.

Mit Wolfgang Sofsky habe ich viel und lange korrespondiert. Sein Vorschlag, mit Blick auf 2014: «eine Kolumne, die aus dem aktuellen Hin und Her mit leicht wirtschaftsliberaler Schlagseite etwas heraus- und stärker ins Grundsätzliche kommt». Sehr gerne! Neu arbeitet Sofsky an Bruchstücken einer Physiologie der Freiheit – weiterhin unter dem Label «Sofskys Welt».

Tomáš Sedláček kennen Sie sicher auch schon. Der umtriebige Ökonom aus Tschechien, zudem ein Freund der Redaktion, gehört nun ebenfalls zu unserem Kolumnistenteam. In der Rubrik «Ask Mr. Sedláček» beantwortet er ab jetzt monatlich eine Frage aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Neue Kolumnistin ist auch Cora Stephan, eine der profiliertesten deutschen Publizistinnen, unerschrocken, vielseitig und nicht nur im Zweifelsfalle für die individuelle Freiheit. Sie analysiert für uns unter dem Titel «Nebelwerfer» die Wieselwörter des politischen Neusprechs. Herzlich willkommen! Cora Stephan löst Xenia Tchoumitcheva ab, die mit eiserner Disziplin drei Jahre lang jeden Monat einen Text für uns verfasste. Sie ist vielbeschäftigt, bleibt uns jedoch als Autorin erhalten. Tante grazie, Xenia!

Nicola Forster, Gründer und Präsident des frisch-frech-klugen aussenpolitischen Think Tanks «foraus», zählt neu ebenfalls zu unseren regelmässigen Autoren. Das ist eine junge Stimme, die Sie sich merken sollten! Unsere Büronachbarn von Avenir Suisse werden jeden Monat ein paar interessante Zahlen oder Fakten präsentieren. Neu begrüssen wir auch Ulrich Zwygart unter unseren Kolumnisten. Er befasst sich seit Jahrzehnten in Militär, in Privatwirtschaft und Lehre mit Führungsthemen und fragt: Lässt sich der Begriff des Managers rehabilitieren? Zwygart löst den Philosophen und Bestsellerautor Reinhard Sprenger ab, der uns weiterhin mit stets brillanten Essays versorgt.

Christian Saehrendt dekonstruiert nun schon seit Monaten souverän den herrschenden Kunstdiskurs, auch ihn begrüsse ich hiermit nachträglich – und deshalb besonders herzlich – an Bord. Erhalten bleiben uns (jenseits ihrer erfolgreichen Vater-Sohn-Kolumne) auch die Autoren Felix Philipp und Simon M. Ingold, Markus Fäh und Andreas Oertli mit ihren psychoanalytischen Lageanalysen, Gottlieb F. Höpli mit seinen «Controcorrente» sowie Pianistin Rahel Senn, die gegenwärtig ihre nächste Tournee plant. Sie sehen: der «Monat» lebt – mehr denn je! Liebe Leser, lesen Sie uns nicht nur, bringen Sie uns auch unter die Leute! Sie sind unsere Botschafter. Und klar – Ideen, Anregungen, Rückmeldungen sind jederzeit willkommen. Schreiben Sie mir (rene.scheu@schweizermonat.ch).

«Ein Sprudelbad fürs Hirn!»
Monique Bär, Philanthropin und Gründerin der Arcas Foundation,
 über den «Schweizer Monat»