Zürich 1916: Brennpunkt revolutionärer Elemente

Dada als Kind des Exils Der Dadaismus entstand als Subkultur der Emigranten und Aussenseiter im Umfeld von Cafés, Studentenkneipen, Variétés, Galerien, Prostituierten und avantgardistischen Zeitschriften. Das ordnungsliebende Zürich bot im Ersten Weltkrieg jene Nischen, in denen sich als Kontrapunkt das schöpferische Chaos entwickeln konnte.

Die Kanonisierung des Dada

Wie die Dadaisten ihren eigenen Mythos schufen Sie hörten es bald nicht mehr gerne, doch in den Anfangsjahren verstanden sich die Dadaisten auch als Teil der Avantgarde. Die spätere Stilisierung zur radikalen Gegen-Alles-Bewegung wurde unter anderem dadurch gefördert, dass Richard Huelsenbeck sich 1964 nicht scheute, einen historischen Text zu fälschen.