Blogs, Rede & Widerrede

von fünf Bloggern

 

Dirk, erzliberal.de, http://erzliberal.blogspot.com/

Hufschmiede verlangen Subventionen!

23.07.2009

«Angesichts der Konkurrenz durch Autowerkstätten und der sinkenden Umsätze fordern führende Hufschmiede den Gesetzgeber auf, die geltenden fairen Spielregeln auszusetzen und Konkurrenzschutz vor den Werkstätten gesetzlich zu verankern. Ach, nein. In Wahrheit berichtet das Manager-Magazin über ein Interview mit [dem deutschen Verleger] Hubert Burda. Dieser fordert: angesichts der dramatisch sinkenden Werbeeinnahmen der Verlage und der stetig wachsenden Konkurrenz durch kostenlose Internetangebote ‹müssen sich alle Beteiligten über die Spielregeln für einen fairen Wettbewerb verständigen›. Die Hufschmiede haben sich mit ihrem Nischendasein abgefunden und sind völlig unverdächtig. Die Printmedien dagegen winden sich in ihrem Todeskampf, da sie noch nicht begriffen haben, dass ihnen ein langsames und quälendes Ende bevorsteht.

 

Max A. Höfer, ÖkonomenBlog, http://www.insm-oekonomenblog.de/

Lohnkürzung oder Entlassung?!

23.07.2009

«Theoretisch hat ein Unternehmen zwei Möglichkeiten, in der Rezession auf harsche Auftragseinbrüche zu reagieren. Es kann Teile der Belegschaft entlassen oder die Löhne für alle solidarisch kürzen. In der Praxis sind Entlassungen weitaus üblicher als Lohnkürzungen. Warum das so ist, haben jetzt Schweizer Forscher ermittelt. Ausgerechnet dort, wo es starke Gewerkschaften und Mindestlöhne gibt, kommen solidarische Lohnkürzungen nicht vor. Doch auch die Lohnsysteme der Firmen sind so gestaltet, dass die Lohnflexibilität eingeschränkt ist. Ausschlaggebend sind jedoch selbstauferlegte Fairnessnormen: Lohnkürzungen verletzen den psychologischen Vertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Lieber entlässt man und verärgert so einen Teil der Belegschaft – der dann ja aber nicht mehr in der Firma arbeitet – als dass man alle Löhne kürzt und so die gesamte Belegschaft demotiviert.»

 

dagny t., antibuerokratieteam.net, http://www.antibuerokratieteam.net/

Quo vadis, Pirat?

19.07.2009

«Leider schaffen die Piraten[parteien] es nicht, ein kohärentes Programm aufzustellen. Sie vergessen, dass Freiheit nicht in gesellschaftliche, digitale und wirtschaftliche Freiheit aufgeteilt werden kann. Sie übersehen, dass die Ausdehnung staatlicher Überwachungsmacht in den digitalen Bereich dem Nanny-Staat inhärent ist und sich nicht mit einer kleinen Korrektur beseitigen lässt. Ihnen fehlt der Mut zur Konsequenz und Radikalität.»

 

Benjamin B., ars libertatis, http://arslibertatis.com/

Privatisierung, Deregulierung und Marktwirtschaft 

08.07.2009

«Gewiss ist es eine Voraussetzung des Kapitalismus, dass Unternehmen privat (d.h. nicht öffentlich oder staatlich) und Produktionsgüter (Kapital, Land etc.) in Privatbesitz sind. Diese Voraussetzung ist jedoch nicht genügend. Damit man von Marktwirtschaft reden kann, müssen die Unternehmer auch frei wirtschaften können. Wo zwar Unternehmen privat sind (privatisiert wurden), sie aber unter strenger staatlicher Aufsicht und Anleitung stehen (schlimmer noch, wo der Staat die Unternehmen zwar nicht besitzt, aber doch leitet …), da herrscht keine wirkliche Marktwirtschaft, höchstens Überreste davon.»

 

Christian Hoffmann, freilich.ch, http://www.freilich.ch/

Gleichmacherei in der Bildung

01.07.2009

«Schafft die ‹Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren› ab! Wenn es einen Bereich gibt, in dem wir nicht noch mehr Zentralismus und Gleichmacherei brauchen, dann ist es die Bildung. Jeder Mensch, auch jedes Kind, ist anders. Jeder Mensch lernt anders und jeder Mensch braucht unterschiedliche Lernbedingungen, Anreize, Betreuungsverhältnisse, didaktische Zugänge, Unterrichtsmaterialien, und, und, und. Die einheitliche Staatsschule ist den vielfältigen Bildungsbedürfnissen der (vor allem jungen) Bürger so angemessen, wie eine Dampfwalze dem Teigausrollen.»

«Unverzichtbare Lektüre:
eine intellektuelle Zündkerze, die das
Weiterdenken in Gang bringt.»
Wolf Lotter, Autor und Mitgründer von «brand eins»,
über den «Schweizer Monat»