Blogs, Rede & Widerrede

von fünf Autoren, mehr unter www.schweizermonatshefte.ch/blog

16. 09. 2008

Stefan Blankertz, Freiheitsfabrik, http://blog.freiheitsfabrik.de/

Mythos RAF

«Ich kenne etablierte Leute …, die als Beamte, leitende Angestellte und sogar als Unternehmer ihren Tätigkeiten nachgehen, aber beim Thema RAF leuchtende Augen bekommen. Für mich ist nach wie vor die gestalttherapeutische These von Goodman am einleuchtendsten: Menschen, die durch eine völlig durchstruktuierte, verherrschafte Gesellschaft daran gehindert sind, wesentlichen Einfluss auf ihr Leben zu haben, träumen davon, die Zwangsjacke

abzustreifen – und das können sie sich nur als Gewaltphantasie vorstellen. Manchmal wird die Phantasie

blutige Realität. Man schaudert. Aber es ist ein schönes Schaudern.»

16. 09. 2008

euckenserbe, Freunde der offenen Gesellschaft, http://blog.fdog.org/

Die verschleppte Krankheit

«Den wahren Grund für die Finanzmarktkrise haben wir hier schon öfters erwähnt: es gibt einfach zuviel Geld… Mehr Geld hilft also nicht. Genau damit hat die amerikanische Regierung aber versucht, die Krise zu lösen. Und damit Öl ins Feuer gegossen… Je länger die Zentralbanken versuchen, die Krise mit mehr Geld zu lösen, desto länger wird sie dauern. Und desto mehr negative Nebenwirkungen werden sich auf die reale Welt auswirken. Je schneller die Geldmenge reduziert wird, desto schneller kehrt auch das Wachstum zurück.»

23. 08. 2008

Robert Nef, SMH Blog, www.schweizermonatshefte.ch/blog/

Haben wir die Regierung, die wir verdienen?

«Der Glaube, man gelange zu einer ‹besseren Regierung› durch ‹bessere Regierende›, bei gleichzeitigem institutionellen Status quo, ist aus meiner Sicht naiv. Rücktritte bringen wenig, wenn diejenigen, die neu gewählt werden, auch nicht besser sind. Hauptziel sollte nicht ‹eine bessere Regierung› sein, sondern ‹weniger Regierung›. Ich meine, man sollte schrittweise den Stellenwert der Politik so stark reduzieren, dass die Führungsqualität der Regierenden keine zentrale Rolle mehr spielt und man sich die Namen der sieben Exekutivmanager gar nicht mehr zu merken braucht. Politisch geführt werden muss ein Staat nur in Krisenlagen, im Normalfall genügt eine zuverlässige und sparsame Verwaltungsspitze.»

14. 08. 2008

Boche, B.L.O.G. – Bissige Liberale ohne Gnade, http://www.bissige-liberale.com/

Irrtum? Irrtum!

«Die Mauer sei Symbol ‹politischer Verirrung›, sie sei ein ‹monströser Irrtum› [meint der Präsident des Deutschen Bundestages Norbert Lammert].

Unsinn. Niemand der Verantwortlichen hat sich geirrt, keiner hatte sich verirrt. Die Mauer war eine logische Folge sozialistischer Zwangsbeglückung, ein gewollter Akt der herrschenden Clique.

Kein Irrtum. Keine Entschuldigung.»

04. 08. 2008

Martin Müller, Liberalissimus,http://liberalissimus.blogsome.com/ Bussen für Elternabendschwänzer?

«Weil es einige Eltern hat, die ihren Nachwuchs nicht zu erziehen wissen, sollen alle Kinder möglichst früh in staatliche Obhut (Spielgruppen, Krippen, etc.) genommen werden. Weil es einige Eltern hat, die es nicht nötig finden, am Elternabend der Schule teilzunehmen, sollen alle, die nicht teilnehmen können, eine Busse bezahlen (auch wenn der Termin einfach schlicht blöd liegt oder das Thema vom älteren Kind her sattsam bekannt ist). Wegnehmen – ‹Kinder der Landstrasse› lässt grüssen –, büssen, einsperren, aus den Augen aus dem Sinn. Der Populismus der CVP kommt langsam in Form; die totalitäre Fratze, dem dunkelsten aller Katholizismen eigen, wird immer deutlicher. Fehlt nur noch der Ablasshandel.»

«MONAT für MONAT
eine sinnvolle Investition.»
Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
über den «Schweizer Monat»