Ayn Rand, mein Idol

Ayn Rand liebte selbstzentrierte oder, wie man sagt, egoistische Menschen. Und viele lieben Ayn Rands Bücher. Sie fordern das gängige Denken heraus und rufen jeden dazu auf, sich seiner eigenen Denkkraft zu bedienen. Die aussergewöhnliche Sozialphilosophin verlangt darin eine Moral, die auf Verstand und Vernunft gründet. Darum stemmt sie sich gegen alles, was einer Selbstaufopferung […]

Ayn Rand liebte selbstzentrierte oder, wie man sagt, egoistische Menschen. Und viele lieben Ayn Rands Bücher. Sie fordern das gängige Denken heraus und rufen jeden dazu auf, sich seiner eigenen Denkkraft zu bedienen. Die aussergewöhnliche Sozialphilosophin verlangt darin eine Moral, die auf Verstand und Vernunft gründet. Darum stemmt sie sich gegen alles, was einer Selbstaufopferung zugunsten anderer gleichkommt. Das mag für viele sehr kontrovers anmuten. Denn für die meisten Religionen und akzeptierten Moralsysteme besteht die grösste Tugend darin, altruistisch zu handeln. Rands Verdacht: ein solches Konzept von Gemeinwohl als Wohl des anderen ist nur zu oft ein effizientes Werkzeug für die wenigen, die wissen, wie man altruistische (Schuld-)Gefühle auslöst und so die vielen anderen kontrolliert und beherrscht.

Glauben Sie, dass jeder Mensch dazu berechtigt ist, sein eigenes Glück zu finden? Ich glaube, dass die Verfolgung des eigenen Glücks des Menschen erste Pflicht ist. Man kann andere Menschen nicht lieben, wenn man nicht lernt, sich selbst zu nehmen, wie man ist – kurz, sich selbst zu lieben. Umgekehrt ist die Selbstaufgabe absurd – wenn sich alle für alle aufopfern, ist niemandem geholfen. Nach Rands Objektivismus kann das Beste für die Gesellschaft rational nur dadurch erreicht werden, dass Individuen ihre eigenen Interessen verfolgen. Diese Idee bildet das Fundament der Grundwerte der USA. Die gleiche Idee findet sich auch in Adam Smiths Theorie der «unsichtbaren Hand»: Individuen optimieren den Nutzen für die Allgemeinheit dadurch, dass sie ihren eigenen Nutzen maximieren. Möglich ist dies aber nur in gänzlich freien Märkten.

Ich glaube daran, dass man ehrgeizig sein darf, den eigenen Profit maximieren und es wagen soll, mehr zu wollen und sich und seine Produkte ständig zu verbessern. Man setzt das eigene Potential so ein, dass es anderen am meisten nützt. Dies kann aber nur erreicht werden, wenn man geistig frei und unabhängig ist. Und wenn man stolz auf das Geld sein kann, das man selbst verdient hat. Das klingt unverschämt – aber so ist allen am meisten gedient.

«MONAT für MONAT
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Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
über den «Schweizer Monat»