Stefan Stirnemann

ist Publizist, Lehrer und Vorstandsmitglied im Verein «IXber, Lateinischer Kulturmonat». Er war Mitarbeiter am Thesaurus linguae Latinae. Für die Buchreihe «Die Andere Bibliothek» schrieb er u.a. die Einleitung zum Jubiläumsband 400, «Metamorphosen oder der Goldne Esel» des römischen Dichters Apuleius (2018). Für Hinweise dankt der Autor Annina Michel, Bundesbriefmuseum.

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Stefan Stirnemann

Wir treten in große Pfützen und es spritzt gewaltig

Christoph Stalder im Gespräch über die Reform der Rechtschreibung Am 13. Juni reichte Christoph Stalder, der für die FPD im Berner Kantonsparlament sitzt, eine Motion ein, die von der ganzen Fraktion getragen wurde. Sie verlangte unter dem Titel «Rechtschreibreform: Einführung unverzüglich stoppen!», daß die Neuregelung erst eingeführt werde, nachdem der Rat für Rechtschreibung deren Überarbeitung abgeschlossen habe. Der Regierungsrat kam dieser Forderung nach, und zwar – was selten vorkommen dürfte – noch bevor das Parlament verhandelt hatte: der Kanton Bern setzte die Einführung der sogenannten neuen Rechtschreibung aus. Am 8. September überwies das Parlament die Motion mit großer Mehrheit. Stefan Stirnemann sprach mit Christoph Stalder über die Hintergründe seines Vorstoßes.

«vorübergehend gleichberechtigt»

Mit unvorhersehbaren Böen brachten die Rechtschreibreform und die bald folgenden Reformen der Reform Ratlosigkeit über die Verlage. Bewährtes wurde zu Bruchholz. Michael Klett, Verleger von Klett-Cotta und des Schulbuchverlags Ernst Klett, berichtet über seine Liebesgeschichte – mit der Sprache – und über den möglichen Ausweg aus der deutschen Sprachverwirrung. Das Gespräch führte Stefan Stirnemann.

Leserbrief zu «Fehlkonzept Rechtschreibreform»

Ausgabe 11, 2003 Das Dossier «Die deutsche Sprachverwirrung, Fehlkonzept Rechtschreibreform» in der Novemberausgabe 2003 der «Schweizer Monatshefte» hat unter unseren Leserinnen und Lesern wie auch in den Medien ein vielstimmiges Echo ausgelöst. Wir werden daher das Thema weiterverfolgen und beginnen in dieser Ausgabe mit dem Abdruck von vier Leserzuschriften, die der Rechtschreibreform kritisch gegenüberstehen. Die Einführung wie auch die Auswahl der Zuschriften stammt von unserem freien Mitarbeiter Stefan Stirnemann, der auch in den nächsten Ausgaben der «Schweizer Monatshefte» die «Sprachverwirrung» kommentierend begleiten wird. (Red.)

Das gestohlene Buch

Eduard Engels «Deutsche Stilkunst» und Ludwig Reiners Im Jahr 1944 hat Ludwig Reiners Eduard Engels Buch «Deutsche Stilkunst» gestohlen, indem er eine eigene «Deutsche Stilkunst» herausbrachte. Gestohlen ist nicht nur der Titel: gestohlen sind die Themen, die Theorie, die Begriffe, die Beispiele aus Leben und Literatur, die gelehrten Zitate; sogar Engels Stil hat Reiners gestohlen.