Auf dem linken Auge blind?
Ein kritischer Blick ins soziale Lager der Liberalen – wo man mit Freihandel, EU-Kritik und Ungleichheit nicht viel anfangen kann. Und lieber auf Quoten, Bevormundung und Visionen setzt.
ist Ökonom und promovierte an der Universität Tübingen.
Ein kritischer Blick ins soziale Lager der Liberalen – wo man mit Freihandel, EU-Kritik und Ungleichheit nicht viel anfangen kann. Und lieber auf Quoten, Bevormundung und Visionen setzt.
Margaret Thatcher hat erfolgreich vorgemacht, wie man eine radikale wirtschaftspolitische Wende herbeiführt. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel legt sich lieber nicht fest. Und verschiebt Reformen. Was treibt sie an?
Alfred C. Mierzejewski: «Ludwig Erhard. Der Wegbereiter der Sozialen Marktwirtschaft», München: Siedler Verlag, 2005
Vorschriften gegen Diskriminierung zeitigen mitunter ge-radezu groteske Wirkungen; immer wieder beschneiden sie aber auch die Vertragsfreiheit des Bürgers in einer Art und Weise, die weit über das Ziel hinausschiesst und zuletzt die freiheitliche Grundordnung schlechthin unterläuft.
Bernhard Walpen, Redaktor der Zeitschrift «Sozial.Geschichte», ist Mitglied der International Gramsci Society, die sich der Erforschung, Pflege und Weiterentwicklung der Theorien Antonio Gramscis verschrieben hat. Der Mitbegründer der italienischen KP hatte erkannt, dass sich Marx’ deterministische Vorhersagen in Westeuropa nicht ohne weiteres erfüllen wollten und suchte nach Gründen. Im
Verzicht auf Nachwuchs wird belohnt Der demographische Wandel ist für die Wohlfahrtsstaaten Europas eine Herausforderung von epochaler Dimension. Implizit betreiben sie alle eine aktive Bevölkerungspolitik – mit Abreizen statt mit Anreizen.