Karen Horn

Karen Horn ist Dozentin für ökonomische Ideengeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universität Erfurt. Außerdem ist sie Mitherausgeberin und Chefredaktorin des Fachjournals «Perspektiven der Wirtschaftspolitik» (PWP). Zuletzt von ihr erschienen: «Hayek für jedermann» (FAZ Buch, 2013).

Alle Artikel von
Karen Horn

Einmal im Jahr sind Ökonomen die Helden

Diesmal also Thomas Sargent und Christopher Sims. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ging an zwei Forscher, die den heutigen Instrumentenkasten der Makroökonomik wesentlich geprägt haben. Zwar mäkeln Kritiker: angesichts der globalen Finanzkrise hätte man die Demontage des keynesianischen Ansatzes durch die Theorie der rationalen Erwartungen, an der sich seinerzeit die beiden Amerikaner beteiligt hatten, nicht derart […]

Die Zeit der Parteien ist vorbei

Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» veröffentlichte eine «Grabrede auf den Liberalismus». Die (Un-)Popularitätswerte der deutschen FDP, seit 2009 als kläglicher Bündnispartner der bürgerlichen Koalition fungierend, lassen in der Tat mutmassen, dass man schon einmal den Pfarrer rufen sollte. Aber auch die Sozialdemokratie ist in der Krise, wenn man dem Wochenblatt «Die Zeit» Glauben schenken will. Und […]

Der kritische Punkt

Die Stärke des Frankens ist Ausdruck der Stärke der Schweizer Volkswirtschaft. Sie widerspiegelt zugleich die Schwäche von Euro und Dollar. Die Schuldenwirtschaft der EU-Staaten und der USA beginnt ihren Tribut zu fordern. Soll sich die Schweiz den schwachen Ländern anpassen? Oder doch lieber auf ihre Stärken setzen?

Die Quote ist ein erniedrigendes Privileg

Ausgerechnet die mutmasslichen Übergriffe des früheren IWF-Direktors Dominique Strauss-Kahn spielen jetzt den Verfechtern einer Frauenquote in die Hände. Dieser Fall ist noch nicht einmal der einzige, aus dem Kommentatoren folgern, der Mangel von Frauen in Führungspositionen gefährde die guten Sitten. Vor Jahren fiel Volkswagen mit «Lustreisen» des Betriebsratsvorsitzenden auf; nun hat die Hamburg-Mannheimer Versicherung ihren […]

Der öffentliche Diskurs trägt nun quasireligiöse Züge

Unser öffentlicher Diskurs ist erbärmlich uninspiriert. Langweilig. Moralistisch. Stets folgt er demselben Muster, wonach angeblich ein freiheitliches Miteinander der Menschen das Böse, das in uns steckt, unweigerlich nach oben spült. Über das Böse selbst wird dann gar nicht weiter gesprochen. Man konzentriert sich vielmehr darauf, dieses diffuse, beliebig dehn- und instrumentalisierbare Böse mit Hilfe staatlicher […]

Schulen brauchen Unternehmergeist

Eine Schule ist doch keine Käsefabrik!» Wenn der Herr, der da seiner Empörung Luft verschaffte, es nicht so ernst gemeint hätte, man wäre zum Witzeln hingerissen gewesen: «Schön wär’s!» Was war geschehen? Ich hatte in einer Diskussion dazu aufgerufen, mehr Markt im Schulwesen zuzulassen. Ich warb für ein Gutscheinsystem, das Chancengleichheit und Konsumentensouveränität verbessern, die […]