Jürg Amann

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Jürg Amann

Wohin denn wir
Wohin denn wir

Unter dem Schlachtruf «Reich Gottes!» schliessen die Studenten Hölderlin, Schelling und Hegel einen Freundschaftsbund im Zeichen des Idealismus, unter dem sie die Welt verändern wollen. Knapp zweihundert Jahre später ziehen drei Studenten selben Namens aus ihrer Provinzstadt in das Berlin des Jahres 1969. «Paradise now!» ist ihre Devise, doch finden sie von der 68er-Bewegung nur die kläglichen Überreste vor.

Der Verlobte der Ehefrau

Die Geschichte beginnt mit einer Zugfahrt. Emma, eine Frau Mitte vierzig, reist von Triest ins süditalienische Calopezzati, das Heimatdorf ihres Verlobten Lorenzo. Im Gepäck hat sie neben einigen Fotos des Geliebten einen zerbrochenen Armreif und eine Rose aus Metall, Geschenke, die sie vor vielen Jahren von ihm bekommen hat und jetzt wieder zurückbringt. Spätestens als […]

Kein Ausweg aus der Nichtsangst

Obwohl der Tod eine der wenigen Gewissheiten unserer Existenz ist und die Mortalitätsrate der Menschen noch immer einhundert Prozent beträgt, lässt sich über unser Ableben hinaus nur wenig sagen. Das hat vor allem damit zu tun, dass zwar nur ein Atemzug Tod und Leben trennt, dass beide aber buchstäblich Welten auseinanderliegen und es keine Verbindung […]

Der Westen im Osten

Eine exotische Schönheit blickt den Leser vom Cover des neuen Buchs von Jürg Amann an: «Pekinger Passion». China ist indessen in dieser «Kriminalnovelle» nur Kulisse. Es sind kaum getarnte Westler, die hier handeln. Ob es im Peking um 1990 einen Untersuchungsrichter gab, der die Pubertät eines Zwanzigjährigen als verspätet ansah, oder eine zudem als prüde […]