Johannes M. Hedinger

lebt und arbeitet als Künstler, Kunstwissenschafter, Kurator und Autor in Zürich und London. Er lehrt an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Universität zu Köln. Seit 2016 ist er Direktor der Alps Art Academy.

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Johannes M. Hedinger

Kunst ist Krise
Pier vor den Giardini der Biennale Venedig, photographiert von Johannes M. Hedinger
Kunst ist Krise

Venedig, alle zwei Jahre wieder: Jahrmarkt der Eitelkeiten. Während die Besitzer der am Pier ankernden Megayachten die Kunstpreise in die Höhe treiben, bieten zu ihren Füssen Strassenverkäufer gefälschte «Gucci»-Taschen, Sonnenbrillen, Selfiesticks und anderen Ramsch an. Längst sind Biennalen, und vor allem diejenige Venedigs, zum Durchlauferhitzer für den globalen Kunstmarkt geworden. Dem versucht sich dieses Jahr der nigerianische Chefkurator Okwui Enwezor zu widersetzen. Sein Credo: Ideen vor Ware! Was also stellt er aus? Die nahe Zukunft und – mehr noch – die Probleme unserer Welt.

Der Lieblingsnestbeschmutzer
Johannes M. Hedinger und Milo Rau, photographiert von Michael Wiederstein.
Der Lieblingsnestbeschmutzer

Milo Rau spricht nach seiner Rückkehr aus Moskau über die von ihm dort inszenierten Schauprozesse. Und kündigt für Mai die «Zürcher Prozesse» gegen die «Weltwoche» an. Dabei geisselt er die Mattheit und politische Unkorrektheit der Schweizer – und das fehlende hiesige Schicksalsklima.