Jan Meyer-Veden

ist Redaktor bei «GetAbstract» und freier Übersetzer.

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Jan Meyer-Veden

Der Untergang Roms als Warnung an den Westen

Ich wiederhole nicht, was Sie bereits gelesen und gehört haben. Ich werde nicht behaupten, dass die Geschehnisse vom Freitagabend in Paris eine neue Stufe des Schreckens waren – sie waren es nicht. Ich sage nicht, dass die Welt an Frankreichs Seite steht, denn das ist eine hohle Phrase. Ebenso wenig werde ich François Hollandes Ankündigung erbarmungsloser Vergeltung Applaus spenden, denn ich glaube ihm nicht. Stattdessen sage ich Ihnen, was ich denke: So gehen Zivilisationen zugrunde.

Moral mit Haut und Haaren

Ökonomen wie Bürokraten, Analysten wie Redaktoren, Politiker wie Banker: Sie alle trachten nach grösstmöglichem Gewinn, ohne für allfällige Schäden zu haften. Leben wir in einer Gesellschaft von «Arschlöchern» (Taleb)? Wir finden, dass der folgende Essay wichtige Antworten liefert und Vorschläge bietet, um Risikoträger zu honorieren. Der anspruchsvolle Text sollte von allen Menschen gelesen werden, die von risikofreudigen Unternehmern profitieren. Also besonders von Ökonomen, Bürokraten, Analysten, Redaktoren, Politikern und Bankern.

Kleine Crashs, grosse Crashs
«Wer das Nichthandeln übt, […] der sieht das Grosse im Kleinen und das Viele im Wenigen.» Laotse: Daodejing, Kapitel 63. Bild: Laotse, Begründer des Taoismus / fotolia.
Kleine Crashs, grosse Crashs

«Skin in the Game» ist notwendig, aber nicht hinreichend, um Katastrophen zu vermeiden. Was folgt daraus? Zwei aussergewöhnliche Krisenforscher und ehemalige Arbeitskollegen sprechen über Ungleichheit, Umwegbereitschaft und Utopien.