Adolf Muschg

ist Professor emeritus für Deutsche Sprache und Literatur an der ETH Zürich. Seine Gottfried-Keller-Biografie von 1977 bezeichnet er als «erpresst» – damit der Verleger im Gegenzug auch Fritz Zorns «Mars» publizierte. Der 85-Jährige ist Träger zahlreicher Preise und als «Stimme der denkenden Minderheit» (Moritz Leuenberger) noch lange nicht emeritiert. Zuletzt erschien von ihm «Heimkehr nach Fukushima» (C.H. Beck, 2018).

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Adolf Muschg

Zur Identität der Identität
Adolf Muschg, photographiert von Sébastien Agnetti.
Zur Identität der Identität

Wer nicht weiss, was ihn im Innersten zusammenhält, kann von mannigfachen Angeboten Gebrauch machen, die ihm die Selbstdefinition scheinbar abnehmen. Was aber, wenn sich kein einzelner, sondern ein ganzer Staat nach mehr Identität sehnt? Der letzte Grossschriftsteller der Schweiz über die Schlüsselfragen hinter den drängendsten zeitgenössischen Diskussionen und Problemen: Wer bin ich? Wer sind wir?

«Ein Stilmittel.» «Genau das  ist 68!» «Da hast du jetzt recht.»
Robert Nef, Georg Kohler, Remo Largo, Thomas Zaugg, Christoph Blocher und Elisabeth Michel-Alder, photographiert von Caspar Urban Weber.
«Ein Stilmittel.» «Genau das ist 68!» «Da hast du jetzt recht.»

Die Schweiz verstehen, das wollten an diesem Abend im Neumarkttheater die fünf ehemaligen Studenten der Universität Zürich. Thomas Zaugg, Autor von «Blochers Schweiz», hat mit ihnen über die wilden Tage gesprochen – die gewesenen und die kommenden. Wir publizieren die Dokumentation des denkwürdigen Gesprächs. Special Guest: Adolf Muschg.

Max Frisch zum 100sten

Sein Spätwerk «Der Mensch erscheint im Holozän» wurde in den «Schweizer Monatsheften» auszugsweise vorabgedruckt. Und auch sonst war Max Frisch immer wieder Gegenstand von Würdigungen und Kontroversen in unserer Zeitschrift. Zu seinem Geburtstag, der sich am 15. Mai zum hundertsten Mal jährt, drucken wir pointierte Sentenzen seiner alten Schriftstellerkollegen wieder ab.*