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Armenien ist überall

Zehntausende Menschen verlassen jährlich den Südkaukasus, um die weltweite armenische Diaspora zu vergrössern. Der auswandernden Masse steht eine Handvoll innovativer Rückkehrer gegenüber, die in der unbekannten Heimat das unternehmerische Abenteuer suchen.

Armenien ist überall
Band und tanzende Gäste im «Our Village», photographiert von Severin Kuhn.

Es scheinen nur 30 Grad zwischen Troinex und Jerewan zu liegen. Würden höhere Temperaturen und trockenere Bedingungen das Tragen von Schal und Schirm überflüssig machen, müsste sich mitten in Armenien wähnen, wer im Genfer Hinterland aus dem Bus steigt, sich vor einer Kirche mit orientalischem Hütchengiebel wiederfindet und, den interpretationsoffenen Richtungsanweisungen eines Empfangsschilds folgend, alsbald in einem menschenleeren Hinterhof landet. Glücklicherweise ist Zeit in Armenien kein Killerkriterium, und so werde ich trotz irrlaufbedingter Verspätung freundlichst begrüsst, als ich im Untergeschoss einer Schauspielstätte endlich finde, wonach ich suchte: das Centre Arménien de Genève, wo mittwochs rund 30 armenische Kinder die Sprache und Kultur ihres «anderen» Heimatlandes lernen, dienstags der armenische Chor probt, samstags der armenische Schachclub zusammenkommt und sich sonntags die armenische Gemeinde in der schweizweit einzigen armenischen Kirche zum Gottesdienst einfindet.

Heute ist Mittwoch und die Reihe damit an den Schülern. Von ihren technischen Geräten deutlich stärker fasziniert als von der fremden Besucherin, wischen die Kleinsten über didaktische iPads, auf denen Programme zur Erlernung des armenischen Alphabets gespeichert sind: A wie Ararat. Da kann auch ich gerade noch folgen, bei den armenischen Liedern, die im Nebenraum für die bald bevorstehende Gemeindeweihnachtsfeier eingeübt werden, muss ich dann aber genauso passen wie beim ost- und westarmenischen Grammatikunterricht, den eine Gruppe älterer Schüler von einer der vier freiwilligen Lehrerinnen verabreicht bekommt. Besser geht’s wieder beim Essen: Gastfreundschaft gehört auch im Ausland zum armenischen Nationalstolz, weshalb ich selbstverständlich zum «déjeuner» bleiben muss und vor meiner Abreise auch noch in den Genuss von dreierlei Kindergeburtstagstorten komme.

Rund 8000 Personen mit armenischem Hintergrund leben laut Daniel Papazian, dem Präsidenten der hinter dem «Centre» stehenden Stiftung, in der Schweiz. Gut die Hälfte davon in der Romandie und ein Schönteil in Genf, das mit touristischen, medizinischen und schulischen Angeboten früh schon Vertreter der gebildeten armenischen Bourgeoisie angezogen hat und somit eine manchenorts bereits bekannte Anlaufstelle war, als die Verfolgungen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts die Armenier aus dem Osmanischen Reich trieben. Im Gefolge der Krisen nach dem Ende der Sowjetunion stieg die Zahl der Armenier weiter an, schon in den 1980er Jahren war zuvor aber das Centre Arménien gegründet und das armenische Gemeindeleben in Troinex gebündelt worden. Zu falschen Schlüssen darf dessen reiche Angebotspalette freilich nicht verleiten: Aktiv an den Veranstaltungen, Feiern und Gottesdiensten nähmen kaum je mehr als 200 bis 300 Personen teil, sagt Papazian.

Nichtsdestotrotz steht das Centre Arménien für eine Struktur, die in ihren globalen Dimensionen beeindruckt: Verteilt auf gut 100 Länder gibt es weltweit über 30 000 kleinere und grössere Organisationen, die sich wie die Genfer Einrichtung die Pflege der armenischen Kultur auf die Fahne geschrieben haben. Ganz wie an der Rhône gruppieren diese Gemeinden aber auch anderswo auf der Welt nur einen Bruchteil der ausgewanderten Armenier. Die allermeisten leben ohne Einbindung in eine armenische «Community» und sind deshalb zahlenmässig kaum präzis zu fassen. Die Auslandarmenier haben die Tendenz, ihre numerische Stärke etwas zu frisieren, noch konservativen Schätzungen zufolge leben aktuell aber gut 7 Millionen Personen armenischer Herkunft über die ganze Welt – die grössten Zentren finden sich in Russland, Frankreich, den USA und im Nahen Osten – verstreut. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was Armenien zurzeit an Bevölkerung aufweist. Auch die armenischen Behörden tendieren zu Statistikbeschönigungen, realistischerweise kann man aber davon ausgehen, dass im Land ca. 3 Millionen Menschen leben. So unsicher all die Zahlen auch sind, eins ist gewiss: Die armenische Diaspora bildet ein weltweites Netzwerk, das für das Mutterland von vitaler Bedeutung ist.

Das ist zunächst eine rein wirtschaftliche Feststellung: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und während der Wirren zwischen Unabhängigkeit und Krieg spielten Überweisungen aus der Diaspora eine zentrale Rolle im alltäglichen Überlebenskampf der Bevölkerung; mehrere Milliarden Dollar sind in jenen Jahren allein aus der amerikanischen Armeniergemeinde in den Südkaukasus geflossen. Inzwischen hat sich das geographische Gefüge verschoben – das Gros der Geldsendungen wird seit einiger Zeit in Russland aufgegeben –, an der Bedeutung der Zahlungen aber hat sich nichts geändert. Die gesamten Heimatüberweisungen summieren sich im Jahresdurchschnitt auf ca. 1,5 Milliarden Dollar, machten 2013 etwa 25 Prozent des BIP aus und garantieren Armenien einen Rang im Mittelfeld der 20 Länder mit dem weltweit höchsten Prozentsatz an Rimessen.

Von den Empfängern zumeist in den Alltagskonsum investiert, tragen die Überweisungen wenig zum Aufbau einer autonomeren Wirtschaft bei. Studien zufolge kann nur ein äusserst geringer Teil der transferierten Gelder von Banken für Investitionen oder Kreditvergaben genutzt werden – weil die allermeisten Armenier gar kein Bankkonto besitzen und die fraglichen Summen also ausserhalb des institutionellen Kreislaufs deponieren, sofern sie sie nicht gleich fürs Nötigste ausgeben.

 

Anreiz zur Faulheit

Vartan Marashlyan geht noch weiter. Der Wirtschaftswissenschafter hält die Zahlungen aus dem Ausland nicht nur für wenig nachhaltig, sondern für geradezu schädlich. In den 90er Jahren hätten die Überweisungen sicher dazu beigetragen, Armenien zu stabilisieren, räumt er ein, als wir ihn in Jerewan besuchen. Heute aber verschärften die Rimessen die Probleme des Landes. Dies einerseits, weil der direkt in den Konsum einsickernde Geldfluss die Preise von Gütern und Wohnungen in die Höhe treibe und all jene in eine prekäre Situation bringe, die auf keine Zusatzzahlungen bauen könnten. Andererseits lastet Marashlyan den gutgemeinten Beiträgen aus dem Ausland aber auch eine mentale Fehlentwicklung an: «Man gewöhnt sich daran, dass Geld kommt, ohne dass etwas geschaffen wird. Im Extremfall führen die Transfers zu Faulheit in der Bevölkerung: Wer mit einer fixen Monatsüberweisung rechnen kann, setzt weniger daran, einen Job zu kriegen oder selbst unternehmerisch zu werden.»

Dass die Diaspora einen wichtigen Beitrag zur armenischen Wirtschaft leisten kann, davon ist freilich auch Marashlyan überzeugt. Bloss ist er der Meinung, dass das Potential des Auslands anders als über den Zahlungsweg genutzt werden sollte – schliesslich stellen die auf der ganzen Welt lebenden Armenier ein Kapital nicht nur im monetären Sinn dar. Auch Wissen, Bildung und Erfahrung sind Werte, die in der globalen Armeniergemeinde in Massen vorhanden und im Südkaukasus sehr gefragt sind. Um nun ebendiese für den ökonomischen Aufbau zentralen Ressourcen in grösserer Menge zu importieren, hat Marashlyan vor drei Jahren die Organisation Repat Armenia mitgegründet.

Selbst als Sohn eines armenischen Paars in Moskau aufgewachsen und 2010 nicht zuletzt der guten Lebensqualität wegen nach Jerewan «zurückgekehrt», bietet der 41-Jährige heute Hand zur Integration, das heisst Beratung für Menschen, die es ihm gleichtun wollen. Im Fokus stehen Armenier, die im Ausland erfolgreich geworden sind und nun zu Hause etwas auf die Beine stellen wollen – dass ein beachtlicher Teil der potentiellen Rückkehrer dieses «Daheim» von Kindsbeinen an nur aus Erzählungen gekannt hat, spielt dabei keine Rolle. Zentrales Repatriierungskriterium ist nicht die physische Verwurzelung, sondern die emotionale Bindung – und vor allem das geistige Rüstzeug: «High impact brain gain» nennt Marashlyan das, was er und sein Team dem Land bescheren wollen.

Der Mann mit smartem Businessauftritt ist kein Träumer. Er erwähnt Israel als Vorbild für eine fundamental von der Diaspora aufgebaute erfolgreiche Wirtschaft, verweist aber im gleichen Atemzug auf die Welten, die zwischen dem oligarchisch durchsetzten Armenien und dem gelobten Land liegen. «Dennoch», sagt er, «gibt es auch hier viel Raum für Neues. Traditionelle Sektoren wie den Importbereich muss man wegen der Monopole vergessen. Aber der ganze Dienstleistungssektor ist frei zugänglich: Wer in diesem Segment eine gute Idee und den nötigen Drive hat, dem stehen in Armenien alle Türen offen.»

Dass die Türen eher durch Ankömmlinge von aussen als durch Einheimische von innen aufgestossen werden, ist für Marashlyan die logische Folge eines historischen Prozesses. In einem mono-ethnisch geprägten Land wie Armenien, wo über 90 Prozent der Einwohner denselben kulturellen Hintergrund teilten, seien fremde Einflüsse unabdingbar für den Fortschritt – weil nur dank ihnen neue Ideen den Weg in die abgeschotteten Köpfe fänden. Natürlich stünden die Armenier, die sich jahrhundertelang gegen feindliche Sturmzüge verschanzen mussten, dem Neuen a priori einmal skeptisch gegenüber, so dass beispielsweise kein Einheimischer an den Armenienschweizer glauben wollte, der Jerewans erstes Nichtrauchercafé eröffnete. Solche Anfangshindernisse liessen sich mit innovativen Projekten aber spielend überwinden: «Bald lief der Laden so gut, dass es inzwischen schon zwei davon gibt.»

 

Vom Teppichmogul zum Hotelpionier

Ein «Repat», der den Dienstleistungssektor im grösseren Stil zu beleben versucht, ist James Tufenkian. Wir treffen ihn auf der Terrasse eines der Hotels, die er unter dem Label «Tufenkian Heritage» als Kette an vier verschiedenen Standorten in Armenien hat bauen lassen. Überwältigt von der Schönheit des Landes hat der in Amerika aufgewachsene Anwalt und Teppichmagnat ein Konzept entwickelt, das den Tourismus in die abgelegeneren Regionen des Landes führen und der umliegenden Bevölkerung neue Arbeitsplätze bringen sollte. «Not so much of that has happened», sagt der Amerikaner hinter einer alles überschattenden Sonnenbrille hervor, bleibt eine konkrete Antwort auf die Frage nach den sich stellenden Problemen aber schuldig. Von der aggressiven Durchsetzung überflüssiger Gesetze redet er, vom Hang vieler Leute, den einfachsten Weg zum schnellen Geld zu wählen, und von der europäischen Konjunkturschwäche, die der hiesigen Tourismusbranche stark zu schaffen mache.

Von solchen Widrigkeiten lässt sich Tufenkian seine Armenienbegeisterung aber nicht madig machen. Seit er als Jugendlicher vom Genozid erfahren hatte, fühlte sich der Spross einer ganz und gar «amerikanisierten» Familie der armenischen Kultur zugehörig und entschied, ins Land zu kommen, sobald es von der Sowjetherrschaft befreit wäre. Bis es so weit war, etablierte er sich in den USA als Teppichproduzent und investierte später einen Teil des Geldes aus diesem Geschäft in den Bau armenischer Hotels. Der Plan schien bestechend einfach: «Ich dachte, ich könnte sehr schöne Hotels an sehr schönen Orten bauen.» Von der Grundrichtigkeit dieser Idee ist Tufenkian nach wie vor überzeugt, und zweifelsohne hat der Tourismus grosses Potential. Nicht minder wichtig als der zäh sich einstellende geschäftliche Erfolg scheint dem Amerikaner indes die innere Befriedigung zu sein, die er aus seinem Engagement zieht: «In der Repat-Community hat man jeden Tag das Gefühl, etwas Wichtiges zu machen mit seinem Leben. In den USA findet man ja kaum noch eine Antwort auf die Sinnfrage. Hier aber steht man immerzu im Einsatz für eine gute Sache und den Aufbau eines ganzen Landes.»

Tufenkian ist eine Ausnahmeerscheinung. Nicht wegen seines Spirits, dessen Mischung aus selbstreferentiellem Gutmenschentum und pionierhaftem Anything-Goes etwas leicht Schales anhaftet – laut Vartan Marashlyan ecken diverse «Repats» bei den «Locals» an, weil sie sich in Armenien als Retter eines gleichsam leitungsbedürftigen Volkes inszenieren –, sondern wegen der schieren Grösse seiner ambitionierten Unternehmung. Die meisten Rückkehrer suchen sich kleinere Nischen, eröffnen Photostudios, betreiben Weinbars, gründen Web-Design-Unternehmen oder starten ein Callcenter.

 

Jerewan–Moskau

Zahlenmässig gesehen freilich ist nicht nur Tufenkian, sondern die gesamte «Repat-Community» eine Ausnahmeerscheinung: Rund 1000 freiwillige Einwanderungen verzeichnet Armenien pro Jahr – während in derselben Zeit jeweils mindestens 35 000 Leute das Land verlassen. Allein in den ersten 10 Jahren nach der Unabhängigkeit soll eine Million ausgewandert sein, weitere 10 Prozent der Gesamtbevölkerung kehrten Armenien zwischen 2001 und 2011 den Rücken. Haupttreiber dieser neueren Bewegung sind Beschäftigungslage und Lohnniveau, die zusammen bei drei Vierteln der Emigranten den Ausschlag zur Abwanderung gaben. Und ebenso viele verlassen Armenien in eine gemeinsame Richtung: 75 Prozent aller fortziehenden Personen liessen sich 2013 in Russland nieder – ohne Visum zu erreichen, mit einer grossen armenischen Gemeinschaft dotiert und sprachlich problemlos zu verstehen, ist der Nachbar im Norden für viele Armenier das nächstattraktivste Zielland.

Vor dem Hintergrund dieses gewaltigen «Brain Drains» erscheint Vartan Marashlyans Programm zum «Brain Gain» als reinste Sisyphusarbeit. Und aktuelle Umfragen stimmen wenig hoffnungsfroh: Studien zufolge tendieren gerade jüngere Migranten dazu, ihre Auswanderung aus Armenien als definitiv zu erachten. Wie sieht es denn in der Genfer Gemeinde in Sachen Rückkehrwille aus? Daniel Papazian reisst die Augen weit auf, als ich ihn nach entsprechenden Plänen bei Gemeindemitgliedern frage. Wer im Kontext der jüngeren Krisen emigriert sei, glaube nicht mehr an ein Land, in dem er gefroren und Armut gelitten habe. Die Schweiz biete demgegenüber geradezu paradiesische Bedingungen, so dass es kaum jemandem in den Sinn käme, die hiesige Existenz aufzugeben – egal, wie sehr das Herz an der armenischen Kultur hänge. Selbst Stipendiaten, die ja nur zu Ausbildungszwecken hier weilten, setzten in der Regel alles daran, einen Job auf diesem sicheren Markt zu finden; wenn einer von 100 die Heimreise antrete, dann sei das viel.

Das Erlernen des Alphabets, die Aufführung von Tänzen und Weihnachtsliedern – alles ein grosser Abgesang auf ein schon längst untergegangenes Land? Der Gedanke muss einen beschleichen, wenn man die Inbrunst, mit der das Armenische im Ausland gepflegt wird, mit der Trostlosigkeit konfrontiert, die aus allen Zahlen spricht. Papazian scheint meinen Zweifel zu erraten, noch bevor ich ihm eine taktvolle Formulierung gefunden habe. Die Diaspora, sagt er in seinem Büro voll armenischer Bücher, habe nur deshalb so stark bleiben können, weil Geschichte und Kultur so reich an Stoff zur Weitergabe seien. Doch während in der ganzen Zeit der Unterdrückung durch Osmanen und Sowjets der Sinn der ausländischen Gemeinden darin bestanden habe, das «wahre» Armenien anderswo, in einem geschützten Raum, weiterleben zu lassen, habe sich die Situation mit der Unabhängigkeit des Landes fundamental gewandelt.

Natürlich stehe die Kultivierung der armenischen Identität nach wie vor im Zentrum der aktiven Diaspora. Eine «raison d’être» könne eine ausländische armenische Gemeinde heute aber nur noch haben, wenn sie zugleich in eine aktive Verbindung zu jenem real existierenden Land trete, das sich zwar nur schmerzhaft langsam entwickle, bei allem aber doch die nunmehr freie Heimat der hier gelebten und geliebten Kultur sei. Den Fortschritt dieses Landes müsse eine glaubhafte Diaspora mit allen Mitteln fördern – und das täten die Genfer Gemeindemitglieder auf mannigfache Weise. Nicht mit der Rückkehr zwar, dafür aber durch die Unterstützung und Lancierung unzähliger Stiftungen, Projekte und Programme, die alle darauf hinarbeiteten, Armenien Schritt für Schritt weiterzubringen. Es liegen 4130 Kilometer zwischen Troinex und Jerewan.

Photographieren der tanzenden Gäste im Restaurant «Our Village», photographiert von Martina Jung.

Photowand im «Our Village», photographiert von Martina Jung.

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