Alain Bersets Krawatte unter dem Hammer

Alain Bersets Krawatte unter dem Hammer

Knapp 30 Schweizer Amtsträger versteigern persönliche Gegenstände.

Als Aussenminister hatte Ignazio Cassis zuletzt den einen oder anderen Notfall zu bewältigen. Die medizinischen Kenntnisse des ausgebildeten Arztes dagegen scheinen im Bundeshaus derzeit kaum gefragt zu sein. Jedenfalls hat Cassis beschlossen, seinen Arztkoffer zu versteigern und den Erlös dem Schweizerischen Roten Kreuz zukommen zu lassen. Im Rahmen einer Auktion des Think-Tanks Staatslabor kommen noch weitere Lieblingsstücke von rund 30 amtierenden und ehemaligen Bundesräten, Regierungsräten und weiteren Amtsträgern unter den Hammer.

So kann man seit vergangener Woche für Viola Amherds Wanderrucksack oder Alain Bersets Krawatte bieten. Karin Keller-Sutter ist historisch bewandert und hat Rolf Holensteins Buch «Stunde null» offenbar eingehend gelesen, so dass sie es für die Auktion zur Verfügung stellen kann.

Bei anderen Politikern fragt man sich, was sie uns mit der Wahl ihres Lieblingsstücks sagen wollen. Ist die Politik derart belastend, dass sie nur mit «Appenzeller Alpenbitter» (von Landammann Roland Dähler) erträglich ist? Oder indem man sich mit der Rösti-Raffel (von Bundesrätin Simonetta Sommaruga) den Frust aus der Seele reibt? Und vor allem: Hat nun auch Alt-Bundesrat Hans-Rudolf Merz Spotify entdeckt, so dass er sich der CD mit der Kantate «Henri Dunant» entledigen kann? (lz)

«MONAT für MONAT
eine sinnvolle Investition.»
Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
über den «Schweizer Monat»